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1,4 Prozent Zuwachs in der Gemeinde – Viele Infos auf der Bürgerversammlung

Huglfing wächst weiter

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Die Besucher wurden von Huglfings Bürgermeister Bernhard Kamhuber umfassend informiert.

Huglfing – Mehr Bayernfans als 60er-Anhänger gibt es anscheinend in Huglfing, wie Bürgermeister Bernhard Kamhuber zu Beginn der Bürgerversammlung feststellte. Denn nur circa 70 Besucher waren gekommen. Zeitgleich lief das Fußballspiel Bayern gegen Sevilla.

Wie es sich für eine Bürgerversammlung gehört, gab Kamhuber einen Rückblick auf 2017 und einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Derzeit befindet sich der zweite Kinderkrippenraum im Bau, der mit 283 000 Euro von Bund und Land bezuschusst wird. Die Baukosten sind mit circa 350 000 Euro berechnet. Erfreulich sei, dass einige Gewerke an örtliche Betriebe vergeben werden konnten. So wird die Kita bald über vier Kindergartengruppen und zwei Kinderkrippengruppen verfügen.

Mit dem Förderprogramm Masterplan „Bayern Digital II“ werden derzeit die Kommunen unterstützt. 200 000 Euro sind für die Verkabelung/Digitalisierung der Schule veranschlagt, es wird aber noch auf die Ausführungsbestimmungen gewartet. Zudem wird an der Ostseite der Schule eine Boulderwand entstehen, Kosten hierfür: 12 000 Euro.

2017 wurden in der Gemeinde 45 Bauanträge gestellt. Momentan werden 30 neue Wohnungen gebaut. Darunter fallen auch fünf Wohnungen in der Ringstraße und neun weitere mit Tiefgarage in der Berger Straße. Außerdem wurden zwei Bebauungspläne aufgehoben, wodurch zusätzlicher Wohnraum auf Garagendächern möglich wird. Im Mischgebiet „Alte Gärtnerei“ nahe dem Bahnhof entsteht das dritte Gebäude. Hier werden sich neben Privatleuten eine Tagespflege, ein Kaminkehrer und das Büro eines Elektrogeschäftes ansiedeln.

Stark machen will sich die Gemeinde für einen Kreisel an der Weidenstraße. Diese Lösung mit unterschiedlichen Straßenbaulastträgern soll mit dem gerade entstehenden Alltags-Radwegenetz in Verbindung gebracht werden. Angedacht sind die Abfahrten Richtung Peißenberg, Eglfing/Staffelsee, Dorfmitte/Küchenstudio Brenner und Sportplatz/Murnau.

Für die Sicherheit bei der Straßenüberquerung an der Moosmühle wäre Tempo 30 wünschenswert. „Laut Straßenverkehrsordnung kann auch auf einer Bundestraße Tempo 30 ausgesprochen werden. Wir werden in unserer Maisitzung darüber diskutieren“, versprach Kamhuber. Das derzeit größte Projekt ist der Bau des Feuerwehrgerätehauses, der mit 3,5 Millionen Euro veranschlagt wurde. „Die meisten Gewerke sind vergeben, so dass wir heuer im Spätherbst hoffentlich die Fertigstellung feiern können“, sagte Kamhuber. Das Mannschafts-Transportfahrzeug, das mit 70 000 bis 100 000 Euro zu Buche schlagen wird, soll ersetzt werden. „Vielleicht gibt´s ja einen Zuschuss“, hofft der Bürgermeister.

Mit dem Breitbandausbau soll Huglfing laut Telekom bis 2025 ausreichend versorgt werden. In neun Jahren soll sich die Anschaffung von LED-Straßenlampen amortisiert haben, 240 Leuchtmittel wurden zum Preis von 75 000 Euro ersetzt.

Wie die Nachbargemeinden ist auch Huglfing der kommunalen Verkehrsüberwachung beigetreten. Mehr Verkehrssicherheit soll die Überwachung des fließenden Verkehrs und des verkehrswidrigen Parkens bringen. Mit der Idee, die Sportstätten zu verlegen, verbindet Kamhuber auch eine gewisse Verantwortung: „Es entsteht viel Neues in Huglfing, das uns sehr viele Chancen bietet. Wir haben jedoch auch eine Verantwortung Bestehendes zu erhalten.“

Zum Ende der Versammlung freute sich der Bürgermeister auf die Jubiläumstage des Trommlerzuges im Mai: „Das größte Kapital sind die Menschen, die in Huglfing leben und unseren Ort mit Leben füllen.“

Von Anneliese Reichert-Schwaiger

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