Bürgermeister Kamhuber gibt auf der Bürgerversammlung einen Ausblick

Huglfing hat einiges vor

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Bernhard Kamhuber stand den Huglfingern bei der Bürgerversammlung im Trachtenheim Rede und Antwort.

Huglfing – Die Gemeinde Huglfing steht gut da: Keine Schulden, aber dafür viele Investitionen in die Zukunft.

In der letzten Bürgerversammlung gab Gemeindeoberhaupt Bernhard Kamhuber sowohl einen Rückblick auf 2018 als auch einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Nach dem Bau des zweiten Kinderkrippenraumes verfügt Huglfing nun über vier Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen. Doch der Standort sei jetzt ausgereizt. Die Freiflächen wurden durch den Bau weniger und die Parksituation ist derzeit nicht zufriedenstellend, so der Bürgermeister.

Gut genutzt wird die Boulderwand an der Ostseite der Grund- und Mittelschule, die aus Spenden mit 12 000 Euro finanziert werden konnte. Knapp 30 000 Euro erhält die Schule vom Freistaat für digitale Klassenzimmer.

Was die Feuerwehr anbelangt, hat die alte Spritze aus dem Jahr 1878 einen würdigen Platz im neuen Feuerwehrhaus gefunden, das kürzlich eingeweiht wurde. „Dank hier an unsere Feuerwehrler, die ihre Vereinskasse geplündert und somit die Gemeindekasse entlastet haben“, sagte Kamhuber. Platz findet dort im Untergeschoss auch das Archiv der Gemeinde. Zudem wurde ein neues Mannschaftstransportfahrzeug bestellt, welches knapp 85 000 Euro kosten soll.

Des Weiteren wurde die Zufahrt zum Brunnen der Wasserversorgung saniert und die Entnahme von Grundwasser für weitere 30 Jahre neu genehmigt. Die Wasseruntersuchungen ergaben gute Werte: Der Nitratgehalt liegt bei 11,4 mg/l (zulässig sind 50 mg/l).

„Nicht immer sind es nur die großen Maßnahmen, die einen Ort aufwerten. Die Brücke, die Sieglbrunn mit der Sportplatzsiedlung verbindet, ist gut frequentiert und hat sich baulich gut einfügt“, wie es im Bericht des Bürgermeisters heißt. Die Kosten liegen bei 20 000 Euro.

Derzeit leben 105 BürgerInnen in 27 Wohnhäusern in Sieglbrunn. Nun soll die Bebauung am alten Sportplatz angegangen werden. Ob diese mit Einfamilienhäusern fortgesetzt wird oder ob sich die Einwohner Mehrfamilienhäuser, genossenschaftliches Wohnen oder ein Mehrgenerationenhaus wünschen, möchte die Gemeinde mit einer Fragebogenaktion klären. Die Abgabe ist bis zum 20. Mai möglich.

Darüber hinaus entstehen vier Parzellen an der Seeleite und zwei südlich des Kindergartens. Hier will die Gemeinde eine Parzelle erwerben, um damit die Parksituation am Kindergarten zu entlasten. „Die Flächen werden auch in Huglfing knapp, es gilt gut zu überlegen“, stellte Kamhuber fest.

An der Grasleitner Straße entstehen sechs Wohnungen von 40 bis 60 Quadratmetern in Holzbauweise. Sie sollen dieses Jahr fertiggestellt werden. Im Mischgebiet „Alte Gärtnerei“ mit sieben Wohnungen und drei Gewerbeflächen soll zudem noch heuer die Tagespflege Einzug halten. „Eine Einrichtung, die immer wichtiger wird im Ort“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Auch der denkmalgeschützte Bahnhof soll nun endlich in Angriff genommen werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 100 000 Euro.

Mit dem Neubau „Sportflächen Tautinger Weg“ sollen ein Rasenplatz, ein Kunstrasenfeld und ein Stockschützenplatz mit entsprechenden Betriebsgebäuden entstehen. Die Kostenschätzung liegt bei 1,5 Millionen Euro. Die Finanzierung soll über den Grundstücksverkauf des alten Sportplatzes und über Eigenanteile der Vereine erfolgen.

Außerdem ist in Huglfing ein sicherer Überweg für Fußgänger und Radfahrer an der B 472 Einmündung Murnauer Straße durch das Staatliche Bauamt Weilheim geplant. In Abstimmung mit Eglfing und Oberhausen wurde bei einem Pollinger Büro ein interkommunales Hochwasserschutzkonzept für das Einzugsgebiet des Hungerbachs in Auftrag gegeben.

„Ein Dorf wird zwar auch durch seine Gebäude geprägt, am wichtigsten sind aber die Menschen, die hier leben und sich einbringen, wie unsere Trommler, die letztes Jahr ihr 20-Jähriges drei Tage lang gefeiert haben“, so Kamhuber bei der Aufzählung engagierter Vereine und Bürger. Anerkennung erhielt unter anderem der Arbeitskreis „Geschichte und Kultur“ für die Renovierung des Pfarrstadls. Verabschiedet wurde nach 29 Jahren im Dienste der Gemeinde Hubert Gottmann, der aber der Gemeinde mit seinen wertvollen Erfahrungen im Bereich der Wasserversorgung auf geringfügiger Basis erhalten bleibt.

Als Chance für das Dorf sieht Kamhuber die Teilnahme an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Es sei eine „kostenlose Bewertung von außen“, erkärte der Bürgermeister und hofft dabei auf die Unterstützung der Vereine.

Von Anneliese Reichert

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