Bürgerversammlung in Polling – 30 Bewerber für "Achalaich"

Ein Jahr in ruhigem Fahrwasser

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Die Tiefenbachhalle bildete wieder den Rahmen für die Pollinger Bürgerversammlung.

Polling – Während 2016 die Hochwasserereignisse, damit verbundene Schäden und Überlegungen für Schutzmaßnahmen das beherrschende Thema waren, konnte Bürgermeisterin Felizitas Betz in ihrem Rückblick auf 2017 einen vergleichsweise entspannten Bericht präsentieren.

Das wohl wichtigste Ereignis für die Ortsentwicklung ist die Ausweisung des mit Weilheim begründeten interkommunalen Gewerbegebiets „Achalaich“. Das Verfahren der Bauleitplanung nach Beteiligung der Bürger und Fachbehörden, öffentlicher Auslegung und gemeinsam mit der Stadt Weilheim erfolgtem Satzungsbeschluss wurde am 20. Oktober bekannt gemacht und erlangte damit Rechtskraft. Auf Pollinger Flur werden auf 42 000 m2 insgesamt 18 Gewerbegrundstücke entstehen, für die es bereits 30 Bewerbungen gibt. Der Baubeginn für die Erschließung ist für 2018 geplant.

Neben diesem Großprojekt stand das Jahr 2017 in Polling im Zeichen kleinerer Umbau- und Reparaturmaßnahmen. Im Rathaus wurden die Anbindung an die bestehende Hackschnitzelheizung, die Modernisierung der Elektro- und EDV-Anlagen und barrierefreie Zugänge zu Verwaltungsräumen realisiert und neue Fenster eingebaut. Auch an der gemeindlichen Infrastruktur wurden kleinere Arbeiten vorgenommen, wie die Teilsanierung der Frischwasserleitungen, Erneuerung der Heizrohrleitung im Oderdinger Gemeindehaus und Verputzarbeiten an der denkmalgeschützten und im Gemeindebesitz befindlichen Klostermauer.

Der Ausblick auf die kommenden Jahre, den die Bürgermeisterin ihren Mitbürgern gab, zeigt, dass in naher Zukunft große Herausforderungen auf Polling zukommen. Dickster Brocken wird die Umsetzung eines umfassenden Hochwasserschutzes werden. Es müsse mit Gesamtausgaben von 15 bis 20 Mio. Euro gerechnet werden, prophezeite Betz. Derzeit würden vom Wasserwirtschaftsamt Konzepte erarbeitet. Für die Planungsarbeiten sei eine europaweite Ausschreibung erforderlich. „Dies ist bei so einem großen Auftragsvolumen notwendig und von der Vergabeverordnung zwingend vorgegeben“, erläuterte sie. Denn nur dann würden öffentliche Zuschüsse gewährt werden. In dem frühen Stadium könnten noch keine Aussagen zu Kosten und Zeitrahmen gemacht werden, der Zuwendungsbescheid für die Konzepterstellung sei noch für 2017 in Aussicht gestellt worden.

Weitere anstehende oder bereits begonnene Projekte sind die Dorferneuerung in Etting, der Neubau des Ettinger Feuerwehrhauses, der Ausbau des gemeindlichen Kindergartens und der Schule. Mit einem Seitenhieb auf die Bundespolitik verwies Betz auf die Berliner Koalitionsverhandlungen, bei denen eine bundesweite Versorgung mit Ganztagsschulen im Gespräch war. „Letztlich müssen aber die Kommunen diese Beschlüsse umsetzen“, so Betz.

Von emh

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