Bundeswehr unterstützt Tracing-Team

Soldaten arbeiten im einstigen Verlagshaus in Weilheim

Soldaten bei der Arbeit
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Interessiert verfolgen v. re. Verleger Dr. Dirk Ippen, Dr. Richela Fischer, stellv. Abteilungsleiterin Gesundheitsamt; Dr. Stefan Günther, Abteilungsleiter Gesundheitsamt und Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Arbeit der Soldaten. Li. Roland Halmel, Kreisverbindungskommando.

Weilheim – Im ersten Stock des frisch renovierten ehemaligen Tagblatt-Hauses an der Münchener Straße 1 sitzen zehn Bundeswehrsoldaten vor ihren Bildschirmen. Sie unterstützen seit Montag das sogenannte Contact Tracing-Team des staatlichen Gesundheitsamtes Weilheim beim Ermitteln und Nachverfolgen von Corona-Kontakten.

An ihrem zweiten Arbeitstag bekamen die Soldaten des Informationstechnikbataillons 293 der Murnauer Werdenfelser Kaserne Besuch in ihrem noch nicht vollständig eingerichteten Großraumbüro: Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Verleger Dr. Dirk Ippen, Eigentümer des stattlichen Gebäudes, vollzogen am Dienstag offiziell die Übergabe des auf fünf Jahre befristeten Mietvertrages.

Die Anmietung von circa 480 Quadratmeter Bürofläche bezeichnete die Landrätin als „Win-win-Situation“ für beide Seiten. Verteilt auf das Erdgeschoss, den ersten Stock und das Dachgeschoss wird das Gesundheitsamt, das mit seinem aufgestockten Personal in der Eisenkramergasse räumlich total überlastet ist, hier demnächst 25 weitere Arbeitsplätze beziehen. Welche Mitarbeiter umsiedeln, wird noch entschieden, auch einige Umbauten sind im Gespräch. Die stellvertretende Amtsleiterin Dr. Richela Fischer äußerte sich erleichtert über das auf kurzem Wege erreichbare Domizil – „ein Glücksfall“ –, in dem das unter großer Belastung stehende Personal nun in Ruhe seiner Arbeit nachgehen kann.

Rund eine Million Euro hat Verleger Ippen „auf eigenes Risiko“ in die Renovierung des Objektes am Eck Münchener Straße/Unterer Graben investiert. Dass das Gebäude, um dessen Zukunft es viele Diskussionen gegeben hatte, erhalten geblieben ist und Mitarbeiter des Landratsamtes nach kurzfristiger Entscheidung dort die freien Räume beziehen können, erfülle ihn mit Freude.

Binnen weniger Tage wurden am neuen Standort die technischen Voraussetzungen geschaffen und die Murnauer Soldaten von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes auf ihren speziellen Einsatz vorbereitet. Wie Roland Halmel, Leiter des Kreisverbindungskommandos (ein Verbindungsglied zwischen Bundeswehr und Landratsamt, Anm.d.Red.), berichtete, sei die Idee, das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Corona-Kontakten zu unterstützen, „vor zwei bis drei Wochen aufgekommen“. Am vergangenen Sonntag habe es dann aus Berlin grünes Licht für die Mithilfe im Contact Tracing-Team gegeben.

Von Maria Hofstetter

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