Die Gestaltung des barrierefreien Busbahnhofs und Bahnhofsumfeld in Weilheim vorgestellt

Platanen für die Busse

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Die Grafik soll einen Eindruck vermitteln, wie der neue Busbahnhof aussehen könnte. Anders als hier noch zu sehen, soll es vom Gleis eins zum Bussteig keine Stufen geben. Die Platanen bei der Busbereitstellung sind bereits eingezeichnet, noch nicht verdeutlicht ist dagegen die angedachte sägezahnartige Formation der Bussteige.

Weilheim – Auf der Bürgerversammlung am Mittwoch in der Stadthalle wurde es deutlich: An der Gestaltung und Umsetzung des neuen Busbahnhofs (ZOB) wird gearbeitet, der Baubeginn ist aber nicht vor 2017 geplant. Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt stellte den aktuellen Planungsstand vor.

Gestaltet wird der Busbahnhof nach dem Vorschlag der PK-Architekten und BBZ-Landschaftsarchitekten aus Berlin, die den „Wettbewerb zur Neugestaltung des Busbahnhofs und Bahnhofsumfeldes“ 2014 gewannen. Der ZOB ist Teil des Gesamtkonzeptes für die Umgestaltung des Bahnhofbereichs.

Der Busbahnhof soll direkt an Gleis eins angrenzen und von dort barrierefrei erreichbar sein. Vorgesehen sind fünf Bussteige, die sägezahnartig angelegt sind. Alle Busse können so optimal ab- und anfahren und die Fahrgäste bequem und barrierefrei zusteigen. Das Bauwerk selbst ist als Glas- und Stahlkonstruktion gedacht. Ausgestattet wird es unter anderem mit Wind geschützen Bereichen sowie optischen und akustischen Anzeigen. Außerdem soll eine Beleuchtung am Dach dafür sorgen, dass der Busbahnhof hell ist und gut gefunden werden kann.

Fahrradfahrer sollen die Möglichkeit erhalten, via eines übergeordneten Radwegs von Norden über eine Rampe zum Bahnhofsvorplatz und nach Süden fahren zu können. Angedacht sind außerdem 144 Fahrradstellplätze und 44 Fahrradsafes auf dem Gelände des Busbahnhofes. Die Optionen für weitere Fahrradbügel am Bahnhof werden noch geprüft.

Auch für Autofahrer wird mit ausreichend Möglichkeiten zum Parken gesorgt. Für das Langzeitparken steht weiterhin der Park & Ride zur Verfügung. Kurzzeitparker können die Parkplätze entlang der Bahnhofstraße und der Bahnhofsallee nutzen. Bei den Stellplätzen vor der Post werden zudem Behindertenparkplätze eingerichtet. Die aktuellen, senkrechten Parkplätze der Bahn bei den Fahrradständern werden entfallen. Laut Stadtbaumeisterin Roppelt ist geplant, neue Plätze zum Längsparken zu schaffen. Die Taxen werden zentral vor dem Bahnhof ihren Stellplatz haben. Ebenfalls gut erreichbar angesiedelt ist die Haltestelle des Stadtbusses am Bahnhof.

Grün sollen das Bahnhofsareal und der ZOB werden. Zwar sind sechs Rodungen geplant, dafür gibt es aber 43 Neupflanzungen. Die Bahnhofstraße und Bahnhofsallee sollen begrünt und bei der Busbereitstellung Platanen angepflanzt werden. Um die Platanen ist als Bodenbelag Schotterrasen angedacht. Die Fahrbahn wird asphaltiert. Insgesamt ist auch bei den Bodenbelägen ein optisch einheitliches und ansprechendes Bild vorgesehen. Die Kostenobergrenze für den Busbahnhof liegt bei 1,09 Mio. Euro. Zur Finanzierung des Busbahnhofes und des Bahnhofsumfeldes wurde bei der Regierung von Oberbayern eine Förderung beantragt. Die Stadt hat eine Förderzusage für die Schnittstellen im öffentlichen Nahverkehr erhalten. Das heißt, der Bau des Übergangs von Gleis eins zu den Bussen sowie die Fahrradstellplätze erhalten einen Zuschuss. Ob das Bauwerk des Busbahnhofes selbst (also Dach und Träger) bezuschusst wird, ist noch nicht sicher. Roppelt hofft, auch für die Gestaltung des Bahnhofsumfelds noch Gelder zu bekommen. Zur Klärung möglicher weiterer Förderungen ist am 20. April ein Gespräch mit der Regierung von Oberbayern geplant.

Von Melanie Wießmeyer

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