Bernried will sich mit 10 000 Euro beteiligen

Busch-Woods-Grabmal soll saniert werden

Busch-Woods-Grabmal im Höhenrieder Park
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Mit einem Bauzaun und Holzabdeckungen abgesichert ist derzeit das sanierungsbedürftige Busch-Woods-Grabmal im Höhenrieder Park.

Bernried – Gepflegt, artenreich und mit einem herrlichen Baumbestand ausgestattet: Der Höhenrieder Park ist neben dem Bernrieder Park eines der landschaftlichen Aushängeschilder der Gemeinde Bernried. Was aber so gar nicht ins schöne Bild passt, ist das marode Grabmal von Wilhelmina Busch-Woods, das am Serpentinenweg auf halber Höhe hinunter zum Seeufer liegt.

Busch-Woods war eine schillernde Persönlichkeit. Sie ließ in den 1930er Jahren das Schloss Höhenried bauen, ihr gehörte einst ein Drittel des gesamten Bernrieder Gemeindeflurs. Doch die letzte Ruhestätte der aus einer US-amerikanischen Brauereidynastie stammenden Großgrundbesitzerin sieht inzwischen alles andere als glanzvoll und schillernd – sondern, wie es Bürgermeister Georg Malterer (ÜFW) im Gemeinderat formulierte, „ziemlich dahaut“ aus.

Für die Pflege der Anlage, in der auch Sam Woods (Wilhelminas dritter Ehemann) begraben liegt, wäre grundsätzlich die Gemeinde zuständig. Doch die baulichen Schäden am Grabkreuz, den Einfassungen und der Abtrennmauer sind so groß, dass es mit einfachen Kosmetikarbeiten nicht mehr getan ist. Es bedarf vielmehr einer umfassenden Sanierung. Wie Malterer im Gemeinderat berichtete, wurde von Patienten der Klinik Höhenried in der Vergangenheit bereits mehrmals auf den „unbefriedigenden Zustand“ rund um das Grabmal aufmerksam gemacht. Eigentümer der Ruhestätte sind die Nachfahren Busch-Woods. Sie leben in den USA, das Interesse am Grabmal hält sich bei der Verwandtschaft ziemlich in Grenzen. „Die Erben wären mit einer Sanierung einverstanden“, erklärt Malterer, „aber zahlen wollen sie nix.“ Die Klinik Höhenried sei aber an einem „ordentlichen Erscheinungsbild“ interessiert, sodass von ihr nun ein Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis zur Sanierung eingereicht worden sei.

Im Gemeinderat wurde der Vorstoß einhellig begrüßt. Die Rathausverwaltung leitet den Antrag nun ans Landratsamt weiter – verbunden mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Die Steinmetzarbeiten, die Reinigung der Grabanlage und die Grünpflegemaßnahmen werden auf knapp 70 000 Euro taxiert. Der Gemeinderat gab eine „Absichtserklärung“ ab, wonach sich die Kommune mit 10 000 Euro an der Instandsetzung beteiligen soll.

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