Richard Oehmann und Café Unterzucker begeistern am Gymnasium

Von Eulenschwang zum Nockherberg

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Anton Gruber, Richard Oehmann und Tobi Weber sind „Café Unterzucker“.

Weilheim – Es war spür- und hörbar ein Wiedersehen mit der eigenen Vergangenheit für Richard Oehmann, als er am vorigen Mittwoch in der Aula des Gymnasiums Weilheim zusammen mit seiner Band „Café Unterzucker“ auftrat. Der frischgebackene Träger des Dialektpreises Bayern 2018 kam auf Einladung des Elternbeirats an seine alte „Penne“ und gab so manchen Satz zum Besten, den er „hier schon immer mal loswerden wollte“.

Und so gab’s gleich zum Anfang eine Reminiszenz an den früheren Hausmeister Kellermann mit dem Zitat: „I dad 50 Prozent raushaun!“, aber die Gäste blieben samt und sonders und mit großer Begeisterung bis zum Schluss. Nach ein paar weiteren Anekdoten aus der eigenen Schulzeit von Graffiti-Sprayern, Lehrern mit der „Nilpferdpeitsche“ und den Dichterlesungen, die er seinerzeit in einem fiktiven Schulaufsatz in der Schülerzeitung durch den Kakao gezogen hatte, ging er nahtlos über zum „Gereimten und Ungereimten“. Da erzählte er die Geschichte der Eule von Eulenschwang, vom glücklosen Cowboy Jack und davon, dass Aale Herpes kriegen können. Zwischendurch immer wieder gekonnt platzierte klassische Schulsätze, wie „Das geht alles von eurer Zeit ab!“ als Replik auf den anhaltenden Applaus.

Das „Café Unterzucker“ in Gestalt von Oehmann sowie Tobi Weber und Anton Gruber brachte dann gleich einmal den Saal zum Mitsingen bei „Bitte, Mammi, hol mich ab!“, dem Song, den er einem verzogenen Starnberger widmete, der es auf Lindenbichl wegen der primitiven Verhältnisse nicht aushalten konnte.

Auch der italienische „Autogrill“ wurde besungen, ebenso wie der Eismann, der mal Seemann war und die Liesl, die einfach „koa Lust“ hat, ihre Drei in Religion zu verbessern.

Nach der Pause gab’s dann noch einige Schmankerl aus dem Nockherberg-Singspiel, „Geisterreiher“, „Nenn‘ mich nicht mehr Häselein“ und anderes mehr und selbstverständlich ging’s auch nicht ohne einige Zugaben ab. Bewirtet wurden die Besucher von Sarah Tamunjoh und Sarah Krötz mit Selbstgebackenem und Getränken. Die dafür eingenommenen Spenden fließen in ihr Projekt „Missionar auf Zeit“, für das die beiden Abiturientinnen ein Jahr nach Afrika gehen werden.

Von Bianca R. Heigl

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