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Caritas-Ausstellung: Einblicke in 100-jährige Geschichte der Auslandshilfe

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Von: Sofia-Leonie Wiethaler

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Die Beteiligten bei der Ausstellungseröffnung.
Bei der Ausstellungseröffnung v. li.: Stadträtin Marion Lunz-Schmieder; Manfred Pongratz, erster Vorstand Caritasverband Weilheim-Schongau; Kaplan Roland Weber; Thomas Koterba; Markus Lanz; Carolin Kriegisch, Teamleiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Sparkasse Oberland sowie Dekan Georg Fetsch. © Wiethaler

Weilheim – Auf eine 100-jährige Geschichte kann mittlerweile die Auslandshilfe des Deutschen Caritasverbandes zurückblicken.

Anlässlich dieses Jubiläums zeigt der Caritasverband im Landkreis Weilheim-Schongau die Ausstellung „We are Caritas“ im Foyer der Sparkasse Oberland in Weilheim. Im Fokus stehen dabei Meilensteine der humanitären Hilfe und Portraits internationaler Mitarbeitender, die von ihrer Mission berichten. In letzter Zeit habe man trauriger Weise wieder erfahren, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die anderen in Not helfen, sagte Markus Lanz, Vorstandsmitglied Sparkasse Oberland, bei der Eröffnung.

Die Ausstellung wurde im Frühjahr 2021 konzipiert, so Thomas Koterba, Geschäftsführer Caritasverband Weilheim-Schongau. Deswegen kommt der aktuelle Krieg in der Ukraine nicht vor. Jedoch sei die Thematik trotzdem in den Inhalten präsent, sagte Koterba. Der Krieg dort habe nämlich schon im Februar 2014 begonnen.

1921 half der Deutsche Caritasverband erstmals notleidendenden Menschen außerhalb von Deutschland. Im Rahmen der Hilfsaktion „Brüder in Not“ wurden Lebensmittel und Medikamente in das damalige Sowjetrussland geschickt, wo nach einer verheerenden Missernte eine Hungersnot ausgebrochen war. Das war der Startpunkt der Auslandshilfe des Deutschen Caritasverbandes, die heute durch dessen Hilfswerk Caritas international umgesetzt wird.

Koterba ging in seiner Rede auf verschiedene Einsätze der letzten 100 Jahre ein. 1996 wurde beispielsweise dringend nötige humanitäre Hilfe in Nordkorea geleistet, da hier von 1994 bis 1998 massive Hungersnöte zu beklagen waren. Seit 2008 betreibt die Caritas sogar in Nordkorea eigene Projekte, vorher wurde die Hilfe in Kooperation mit Caritas Hongkong geleistet. Die politischen Bedenken waren hier groß. „Aber in der Caritas gilt der Grundsatz, dass für uns der einzelne Mensch und seine Not im Vordergrund steht, völlig egal wo oder unter welchem Regime“, stellte der Geschäftsführer klar. Er bedankte sich zudem auch bei den ehrenamtlichen Helfern und Spendern. Letztlich würden Menschen die Hilfe leisten – und nicht eine Organisation. „Caritas heißt Nächstenliebe“, so Koterba.

Die Ausstellung „We are Caritas“ kann bis Donnerstag, 7. Juli, im Foyer der Sparkasse Oberland besucht werden.

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