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E-Carsharing-Angebot in Murnau eingeführt

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Von: Antonia Reindl

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E-Carsharing-Standort in Murnau
Einer von drei Sharing-Standorten: Am Parkplatz an der Bahnhofstraße standen (links von vorne nach hinten) Bürgermeister Rolf Beuting, Florian Hederer (17erOberlandenergie), Murnaus Mobilitätsbeauftragter Philipp Zehnder, (rechts von vorne nach hinten) Stephanie Grill und Thomas Feistl (beide 17er Oberlandenergie) sowie Gabi Hutter und Alois Moser (beide Autohaus Ortner) zur offiziellen Einführung des Angebots. © Reindl

Murnau – Jeder Erwachsene ab 18 Jahren habe in Murnau ein Auto, „statistisch gesehen“, sagte Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum), als kürzlich das e-Carsharing-Angebot von eOberland offiziell eingeführt wurde, an einem der drei Standorte, an denen jeweils ein Elektrofahrzeug parkt, nämlich auf dem Parkplatz an der Bahnhofstraße. Welches Gefährt das Teil-Auto ist, war dabei nicht zu übersehen.

Erste Anfragen, Registrierungen, Fahrten erfolgten bereits, denn schon am Klimamarkt Mitte Mai ging das Angebot an den Start. Was dieses Angebot „eOberland“ von der 17er Oberlandenergie und des Autohauses Ortner beinhaltet? Drei Elektrofahrzeuge zum „Sharen“. Diese stehen erst einmal in Murnau, da die Marktgemeinde Pilotkommune ist. Hier möchte man nun „Kinderkrankheiten“ kurieren, „Erfahrungswerte“ sammeln, meinte Thomas Feistl, Geschäftsführer der 17erOberlandenergie. „Voraussichtlich im Juni“ soll auch Uffing ein Teil-Auto erhalten, anschließend Lenggries. Später einmal sollen rund 40 Städte und Gemeinden, die Gesellschafter, von dem Angebot profitieren können.

In Murnau ist jeweils ein e-Carsharing-Auto am Parkplatz an der Bahnhofstraße und an der Parkgarage in der Lederergasse zu finden. Flächen plus Ladeinfrastruktur stellen die Marktgemeinde und Gemeindewerke zur Verfügung. Auch am Autohaus Ortner kann geparkt und geladen werden. Doch es sollen mehr Autos nach Murnau kommen, dafür braucht es aber auch mehr Ladesäulen. Die vorhandenen seien schon jetzt „sehr gut ausgelastet“, weiß Rathauschef Beuting.

An dem Mehr arbeitet der Markt. Weitere Ladepunkte sind schon geplant. „Wir sehen da absolut Bedarf“, betonte Philipp Zehnder, Murnaus Mobilitätsbeauftragter. Geladen werden können soll, wenn alles klappt, noch heuer an der Biologischen Station, an der Murnauer Bucht, am Bahnhof, bei den Gemeindewerken und am Strandbad in Seehausen. Als „Weg in die Zukunft“, bezeichnete Alois Moser, Geschäftsführer des Autohauses Ortner, dieses Mobilitätsangebot. In zehn Jahren, sagte er, werde es nicht mehr vordergründig darum gehen, Autos zu verkaufen, das Autohaus werde ein Mobilitätsanbieter werden.

An der Bahnhofstraße leuchtet die Stellfläche für das Teil-Auto – in „Signalblau“, so Beuting. „Ich hätte nichts dagegen, wenn in fünf Jahren 20 Fahrzeuge hier stehen“, meinte er lächelnd. Wer eines der drei Elektroautos nutzen möchte, der muss sich vorab registrieren, über die sogenannte MOQO-App. Einmal registriert können auch andere Carsharing-Angebote, die über dieses System laufen, genutzt werden. Nur alle sechs Monate müsse der Führerschein neu validiert werden, berichtete Florian Hederer von der 17er Oberlandenergie.

Die Marktgemeinde mache viel in Sachen Mobilität, erinnerte Beuting, und verwies etwa auf den Ausbau von Radwegen, aber auch auf den Ortsbus omobi. Dieser wurde von eOberland auch in das neue Angebot eingebunden: Der Ortsbus fährt künftig auch die Carsharing-Parkplätze als Haltepunkte an.

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