Chemieeinsatz beim Kreisboten

Undichtes Fass

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Beim Absaugen der Flüssigkeit: Im gelben Behälter (re.) wurde das defekte Fass geborgen. Vo. mi. Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler (rote Jacke) mit Einsatzleiter Stefan Herbst, Weilheim.

Weilheim – Zu einem mehrstündigen Chemieeinsatz rückten am Mittwochvormittag beim Kreisboten-Verlag am Weidenbach die Feuerwehren aus Weilheim und Penzberg mit circa 50 Mann und zahlreichen Fahrzeugen an. Aus einem undichten Fass, das in einem mit einer Feuertüre geschlossenen Raum der ehemaligen Druckerei lagerte, war eine – zunächst unbekannte – Flüssigkeit ausgelaufen.

Mitarbeiter der Redaktion des Weilheimer Tagblatts, die in einem benachbarten Großraumbüro arbeiten, hatten über einen üblen, stechenden Geruch geklagt. Daraufhin wurde nach der Ursache geforscht und das 200-Liter-Fass entdeckt, aus dem laut Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta bereits 65 bis 70 Liter auf den Betonboden getropft waren.

Da zunächst unklar war, um welche Flüssigkeit es sich handelt, wurden nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler „von der Herstellerfirma Sicherheitsdatenblätter angefordert und eine umfangreiche Stofferkundung betrieben“. Der Brandschutz sowie Geräte zur Entlüftung wurden aufgebaut und die Räumung der Tagblatt-Redaktion veranlasst.

Als die Flüssigkeit definiert war, teilte Kreisbrandrat Sobotta mit, dass der für Offsetdruckmaschinen verwendete Schnellreiniger wohl durch ein defektes Auslaufventil ausgetreten und der Wassergefährdungsklasse 2 zuzuordnen ist. Austretende Dämpfe können beim Menschen zu Reizungen der Atemwege führen.

Bei der Bergung wurden das defekte Fass und weitere Gebinde mit Chemikalien in ein Überfass geladen und von einer Fachfirma entsorgt.

Neben den mit Chemieschutzanzügen und Atemschutzgeräten ausgestatteteten Gefahrgut-Feuerwehreinheiten aus Weilheim und Penzberg waren Polizei, BRK und Wasserwirtschaftsamt vor Ort. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

von Maria Hofstetter

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