Standortförderverein stellt neue City-App für Weilheim vor

Die Stadt in der Hosentasche

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Florian Lipp, Angelika Flock, Felix Loest und Stefan Frenzl präsentierten die neue City-App.

Weilheim – Hat das Kaufhaus jetzt noch offen? Und wann fährt der nächste Stadtbus? Gibt es gerade den passenden Job oder eine neue Wohnung für mich in Weilheim? Bisher musste man viele Homepages durchforsten, bis all diese Fragen beantwortet waren. Doch das, so versprechen die Macher der City-App, soll sich ab sofort ändern.

„Weilheim wird immer moderner“, freute sich die dritte Bürgermeisterin Angelika Flock bei der Vorstellung der neuen App. Vom „Infomaterial im Handtaschenformat“ zeigte sich die bekennende Smartphone-Dauernutzerin begeistert.

Doch warum ist so eine Anwendung für Smartphones und Tablets überhaupt nötig? Die Antwort hatte Standortförderer Stefan Frenzl parat: „Der Kunde verhält sich anders als vor 20 Jahren“, erklärte er. Immer mehr Menschen gingen täglich über mobile Endgeräte online, daher sei die Fokussierung auf diesen Bereich auch für Weilheim relevant. „Die Homepage der Stadt ist sehr behördenlastig“, sagte Frenzl. Daher sei das „interaktive Branchenbuch“ äußerst wichtig als gewerbliches Portal. Dennoch soll der „Cityguide“ keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung sein. „Wir wollen die Geschäftswelt konkret fördern“, sei die Idee bei den Weilheimer Gewerbetreibenden auf großes Interesse gestoßen. Aber nicht nur für diese, sondern für alle Weilheimer und jeden anderen, der sich gerne in der Stadt aufhält und auch für Urlauber habe die App einen praktischen Nutzen.

Florian Lipp, Inhaber des Kaufhaus Rid, glaubt, dass die App einem Problem entgegenwirken kann: dem „Frequenzrückgang“. „Wir haben uns verschiedene Maßnahmen überlegt“, ist er überzeugt, dass die App „echten Service“ bietet und viele unterschiedliche Informationen „mit einem Klick liefert“.

„Wir sind gefordert worden“, gab Martin Zimmt von der Firma „Cityguide“, die die App erstellt hat, zu. Bereits 340 vergleichbare Apps haben er und sein Team realisiert – unter anderem auch in Schongau, Peißenberg und Penzberg. In Weilheim habe es aber eine Besonderheit gegeben. Denn vor allem auf der Startseite sollte für die App ein „Weilheimer Gesicht“ entstehen.

Felix Loest, der sich darum kümmert, dass die Einträge in Weilheim aktuell bleiben, erklärte das Grundprinzip. „Der Grundeintrag ist für sämtliche Betriebe kostenlos“, erläuterte der Projektleiter. Wer allerdings mehr Details zu seinem Eintrag hinzufügen möchte, muss dafür bezahlen. Danach, wie viele Zusatzinformationen gebucht werden, richtet sich der Preis. So können die Weilheimer Geschäfte den „Cityguide“ als aktive Werbeplattform nach ihren Wünschen nutzen.

„Die App entwickelt sich ständig weiter“, verdeutlichte Loest bei deren Vorstellung, dass jederzeit noch Funktionen oder Kategorien ergänzt oder verändert werden können.

„Es ist ein Zwischenstand und noch längst nicht final fertig“, ist auch Standortförderer Frenzl sich sicher, dass sich in der nächsten Zeit noch einiges tun wird. Die erste neue Idee, die möglicherweise eingebaut werden könnte, war dann auch schnell gefunden, denn öffentliche Toiletten sind bisher noch nicht eingetragen.

Dafür beinhaltet die kostenlose App neben Geschäften, Restaurants und Anbietern von Dienstleistungen beispielsweise den Fahrplan für den Stadtbus, einen Veranstaltungskalender, einen Plan der Parkplätze in der Stadt, Immobilien- und Stellenangebote sowie aktuelle Wetterinformationen.

Die App gibt es im iTunes Store für Apple-Geräte und bei Google Play für Android. Außerdem wird man, wenn man mit Handy oder Tablet auf die Seite www.weilheim.de geht, nach Wunsch direkt zur App weitergeleitet.

Von Ursula Gnadl

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