"Come In" öffnet auch sonntags

„Wenn es besser kommt als vorausgesagt, dann verzeiht man sogar dem falschen Propheten.“ Bürgermeister Markus Loth bediente sich in seiner Jahresabschlussrede im Stadtrat eines Zitates des früheren Bundeskanzlers Ludwig Erhard. „Aus finanzieller Sicht“, bilanzierte Loth, sei das Jahr 2009 „besser als erwartet“ verlaufen.

Dank der 10,6 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen kann das Haushaltsjahr 2009 wohl noch mit einem kleinen Überschuss abgeschlossen werden. Doch für 2010 zeichnen sich, auch bei der Einkommenssteuer, „schmerzliche Einschnitte“ ab. Deshalb, warb Loth um Verständnis, müssten notwendige Maßnahmen gestrichen oder verschoben werden. – In Weilheim kann aktuell jedem Kind ein Kindergartenplatz angeboten werden. Allerdings fehlen zehn Krippen- und neun Hortplätze. Loth rechnet mit einem steigenden Bedarf an Krippenplätzen, weshalb die Stadt ihr Betreuungsangebot ausbauen muss. Als „bayernweit einmalig“ hob Loth das Angebot für Kinder über zehn Jahre im Katholischen Kinderhort Franziskus hervor. Stadt und Landkreis unterstützen hier ein Pilotprojekt in der Erziehungsarbeit älterer Kinder. – Im Bereich der Hauptschule werde die schulpolitische Entwicklung zeigen, ob in nächster Zeit zusätzliche bauliche Erweiterungsmaßnahmen zu treffen seien. – Das Jugendhaus „Come In“ an der Pütrichstraße wird, „um den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht zu werden“, 2010 auch sonntags öffnen, kündigte der Bürgermeister an. Der fehlende große Veranstaltungsraum und ein behindertengerechter Aufzug seien allerdings zurzeit nicht finanzierbar. – Der vom Verein „Ökomobil Pfaffenwinkel e. V.“ erstellte „Mobilitätskompass“ soll im Januar 2010 an die Weilheimer Haushalte sowie an Neubürger verteilt werden. Bei der zweiten Regionalkonferenz zum Thema Mobiltätsmanagement in München wurde Weilheims „bundesweit einzigartiger Mobilitätskompass“ gewürdigt. Die dritte Konferenz wird 2010 in Weilheim stattfinden. – Da sich die Schwelle bei der Zufahrt zum verkehrsberuhigten Bereich der Pöltnerstraße „bestens bewährt“ hat, sollen zur Temporeduzierung in der Innenstadt drei weitere Schwellen angebracht werden, berichtete Loth. – Die Altstadtsanierung wird kommendes Jahr in der Ledererstraße fortgeführt. Für 375000 Euro der mit einer Mio. Euro veranschlagten Maßnahme liegt bereits ein Zuwendungsbescheid der Regierung von Oberbayern vor. – Bis auf zwei Grundstücke für Doppelhaushälften sind beim Einheimischenmodell alle 21 Plätze vergeben, berichtete der Bürgermeister. – „Völlig ungewiss“ ist nach Loths Aussage, ob der im Juli durch Jugendliche zum Kippen gebrachte Sprungturm am Dietlhofer See wieder in Betrieb genommen werden kann. – Ins Stocken geraten ist das Geothermie-Projekt. Obwohl sich seit Herbst 2008 im Weilheimer Westen nichts mehr getan hat, sei das Peißenberger Ingenierbüro Sendl mit dem Erstellen einer Wärmebedarfsanalyse beauftragt worden. Deren Ergebnisse, so Loth, sind in Kürze auf der Homepage der Stadt nachzulesen.

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