Corona-Zeiten im Come In: Jugendreferent Alfred Honisch informiert

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Come In-Leiterin Nina Hofmann, Timo Dahlenburg (li.) und Martin Heinrich (beide Erzieher) hoffen, nach Corona-bedingten Absagen endlich wieder planen zu können.

Weilheim – Was ist in Corona-Zeiten im städtischen Jugendhaus Come In überhaupt noch erlaubt und möglich? Über besondere Einschränkungen und die zwischenzeitlich erfolgte (Wieder-)Öffnung des Hauses informierte der neue Jugendreferent des Stadtrats, Alfred Honisch (Grüne), seine Kollegen.

„Das Jugendzentrum leidet massiv unter der Krise“, erfuhr Honisch bei seinem „Antrittsbesuch“ im Come In vom hauptamtlichen Team. Wie andere Freizeiteinrichtungen auch hat(te) das Jugendhaus strenge Zugangsbeschränkungen zu befolgen, so dass die Aktivitäten auf ein Mindestmaß zurückgefahren wurden. Nach der Schließung am 13. März konnte ab 25. März nur noch auf digitalen Kanälen kommuniziert werden. Online-Talkrunden live aus dem Come In wurden gestartet, als Streaming- Angebot mit inklusiven Gästen jeweils donnerstags (https://www.twitch.tv/jugendhauscomein). In einer Probewoche Anfang Juli wurde den Jugendlichen vermittelt, dass es den Jugendtreff weiterhin gibt, „aber halt eingeschränkt“, berichtete Honisch.

Am 7. Juli öffnete das Come In wieder. Der Betrieb im Haus läuft „im heruntergebremsten Corona-Modus mit maximal zehn Jugendlichen im räumlichen Abstand von eineinhalb Metern“, klärte Leiterin Nina Hofmann Weilheims dritten Bürgermeister auf.

Streetwork

Die bis Mai mit einer Brücke-Mitarbeiterin besetzte Streetwork-Stelle wird ab Oktober Elisa Finsterer aus Weilheim übernehmen. Weilheim und Peißenberg werden von ihr weiterhin gemeinsam betreut und die Stelle anteilig über das Amt für Jugend und Familien finanziert, erklärte der neue Jugendreferent in der Stadtratssitzung.

Dachgeschoss-Ausbau

Für Theater, Tanz und weitere Aufführungen wird ein Gruppenraum im Dachgeschoss dringend benötigt. Honisch erinnerte an eine Kostenberechnung aus dem Jahre 2018 für den Um- und Ausbau des Dachgeschosses. Die Kosten in Höhe von circa 200 000 Euro sind im Haushaltsplan 2021 eingestellt.

Auf der fiktiven Wunschliste (Honisch: „weil unerfüllbar“) der Jugendlichen steht eine Disco in Weilheim „in irgend einer Form“ und „dass die Dezibel-Regelung für Musikveranstaltungen gekippt wird“. Für Letztere sei das Gesundheitsamt zuständig. „Da kann die Stadt nichts machen“, gab Bürgermeister Markus Loth zu verstehen.

„Wenig bis null Interesse“ besteht laut Honisch zur Zeit für die Neuauflage eines Jugendparlaments. Wie eine Umfrage des Vereins „Junge Menschen für Weilheim“ auf der Orla 2019 ergeben hat, würde Weilheims Jugend in der Sommersaison einen bewirtschafteten Pavillon oder Kiosk an der Ammer echt cool finden. In der Nähe der BMX-Bahn oder mobil sollte ein Jugendtreff zum Chillen realisiert werden.

Bis 15. August war das Jugendhaus Dienstag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr geöffnet; aktuell und noch bis zum 25. August ist Sommerpause.

Für Nina Hofmann ist jetzt vor allem wichtig, „dass wir von einer zweiten Corona-Welle verschont bleiben“, gab sich die Leiterin im Gespräch mit dem Kreisboten zuversichtlich. Bis (hoffentlich) die Planung für das Herbstprogramm in Angriff genommen werden kann sind im Come In eben noch Chillen, Billard-und Gesellschaftsspiele, ratschen, Graffity sprühen oder ein Besuch im Sport- und Tonstudio angesagt. Zur Einhaltung der Abstandsregeln darf sich nur jeweils eine Person in den Studios aufhalten.

Von Maria Hofstetter

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