Cornelia Horn verlässt SOS-Kinderdorf

Im Vorruhestand

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Cornelia Horn und ihr Mann Peter.

Dießen – Die SOS-Kinderdorfmutter Cornelia Horn zieht sich nach 14 Jahren aus dem SOS-Kinderdorf in Dießen zurück, um in den Vorruhestand zu gehen.

Fünf Mädchen und fünf Jungs hat sie betreut, die meisten von ihnen über viele Jahre hinweg. „Ich habe hier keinen gehen lassen, ohne Ausbildungsvertrag, Schulbildung oder sonstige Perspektive“, erklärte Horn. Die Mama wollte sie den Kindern jedoch nicht ersetzen. „Jedes Kind hat nur eine Mutter und die Kinder sollen ja, soweit möglich, Kontakt zu ihren Familien pflegen.“

Die aus Sachsen-Anhalt stammende staatlich anerkannte Kinderkrankenschwester und Erzieherin arbeitete zunächst im Krankenhaus und dann in einer Kita, deren Leitung sie später übernahm. Nach der Wende suchte Horn nach einer neuen beruflichen Herausforderung. „Zu der Zeit waren meine eigenen Kinder schon flügge.“ So entschied sie sich die Schulbank noch einmal zu drücken, um staatlich anerkannte Erzieherin zu werden.

Durch eine Anzeige wurde Horn letztlich auf die Stelle in Dießen aufmerksam. Nach einem knappen Jahr bekam sie ihre eigenen Schützlinge zugeteilt. Bis zu sieben Kinder habe sie zeitweilig betreut. „Ich hätte es nicht geschafft, wenn mein Mann nicht hinter mir gestanden hätte“, so Horn. Ihr „Rezept“ war, das Vertrauen der Kinder durch absolute Verlässlichkeit, Präsenz und Rituale zu gewinnen.

Doch jetzt geht es zurück nach Sachsen-Anhalt. „Dort haben wir ein schönes Haus mit Garten“, schwärmte Horn. Ihre neugewonnene Freizeit verbringt sie nun erst einmal mit der Planung ihres 60. Geburtstag. Danach möchte sie gerne Zeit für Handarbeiten, ihre Gesundheit sowie für Dinge wie schwimmen gehen und vielleicht sogar auch einmal fürs nichts tun haben.

Von Kreisbote 

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