Vorerst keine frischen Brezen aus Pähl

Corona bremst Bäckerei Kasprowicz aus

Geschäftsführer Julian Kasprowicz
+
Auf frische Brezen müssen die Kunden der Handwerksbäckerei Kasprowicz für zwei Wochen verzichten. Wie Geschäftsführer Julian Kasprowicz (Bild) mitteilte, wurde die Produktion coronabedingt vorübergehend eingestellt.

Pähl/Landkreis – Jetzt hat Corona auch die Handwerksbäckerei Kasprowicz kalt erwischt. Nach positiven Tests in der neuen Produktionsstätte in Pähl „wurde fast die komplette Belegschaft aus dem Verkehr gezogen“. So informiert ein Plakat, das übers Wochenende an den 18 Standorten in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Landsberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck zur Kunden-Information angebracht wurde.

Wer bei den am Sonntag geöffneten Filialen frische Semmeln oder Krapfen kaufen wollte, stand vor verschlossenen Türen. Auf dem Plakat der Hinweis, dass Kasprowicz ab 31. Januar den Betrieb coronabedingt vorübergehend schließen muss. Mit der Hoffnung, „bald wieder mit voller Kraft für Sie da zu sein und Sie mit unseren Backwaren versorgen zu dürfen“, bittet Geschäftsführer Julian Kasprowicz um Verständnis. Momentan geht er von zwei Wochen Zwangspause aus.

In einer Stellungnahme betont er, dass das Wohlergehen der Mitarbeiter und ihrer Familien als auch die Eindämmung des Infektionsgeschehens bei dieser Entscheidung an erster Stelle stünden. Nach Rücksprache und in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Weilheim-Schongau habe man schweren Herzens entscheiden müssen, den Betrieb vorübergehend zu schließen.

Normalerweise liefert das Unternehmen täglich von Pähl aus mit elf Lastwagen 40 Brotsorten, 12 000 Semmeln, frische Brezen sowie Kuchen und süße Teilchen in die Filialen, die sich vornehmlich im Vorkassenbereich von gut frequentierten Supermärkten befinden. Mit den Verkaufskräften vor Ort beschäftigt Kasprowicz rund 200 Personen.

Allein in der Pähler Produktion kümmern sich 50 Mitarbeiter im Schichtbetrieb um steten Nachschub. „Ein harter Schlag für unser Familienunternehmen, dass es trotz intensivem Hygienekonzept soweit gekommen ist“, bedauert der Geschäftsführer. Verschiedene Schichtzeiten, zweifacher Luftwechsel pro Stunde, medizinische Maskenpflicht, Abstandsregeln und vieles mehr hätten am Ende nichts genutzt.

Weiter sagt er: „Auch wenn es nur die zentrale Produktionsstätte getroffen hat und die Verkaufsstellen davon unberührt blieben, haben wir uns dazu entschlossen, einen radikalen zweiwöchigen Schnitt zu machen und zum Faschingswochenende wieder mit der gesamten Belegschaft zu backen.“

Von Dieter Roettig

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim-Schongau auch auf Facebook.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Sturmschäden vom letzten Jahr werden an dem Industriedenkmal beseitigt
Die Sturmschäden vom letzten Jahr werden an dem Industriedenkmal beseitigt
Verein Lebensarchitektur feierte sein fünfjähriges Bestehen mit einem großen Fest
Verein Lebensarchitektur feierte sein fünfjähriges Bestehen mit einem großen Fest
Klostergut Wessobrunn: Arbeitskreis stellt Fahrplan für weitere Schritte vor
Klostergut Wessobrunn: Arbeitskreis stellt Fahrplan für weitere Schritte vor

Kommentare