Es läuft weiter nach Plan

Berufsschule Weilheim: Trotz Corona keine Schwierigkeiten

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Sowohl zeitlich als auch finanziell liegt beim Neubau der Berufsschule trotz Corona noch alles im Rahmen.

Weilheim – Es läuft. So könnte man das Fazit von Florian Steinbach, Leiter der Kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung beim Landratsamt Weilheim-Schongau, zum Berufsschulneubau zusammenfassen. Trotz Corona, dem Streik eines Lieferanten und der anhaltenden Baupreissteigerung ist Steinbach mit dem bisherigen Verlauf zufrieden.

Die Rohbauarbeiten neigen sich dem Ende zu. Wie Steinbach in der jüngsten Kreis- und Schulausschusssitzung berichtete, würden die Zimmererarbeiten derzeit fertiggestellt werden. Dachdichtungs- und Dachdämmungsarbeiten würden aktuell ausgeführt sowie Fensterfassaden eingebaut.

„Corona hat uns auf dieser Baustelle noch keine Probleme gemacht.“ Lediglich bei zwei Zulieferern drohten Lieferschwierigkeiten. Das habe sich aber regeln lassen. Doch Steinbach betonte auch, dass die Situation sehr dynamisch sei. Weitere Auswirkungen in der Zukunft sind also nicht ausgeschlossen.

Ein etwas größeres Problem war der Generalstreik einer finnischen Firma, die direkter Lieferant der Dachelemente war. Die Folge: rund sieben Wochen Verzögerung. Im weiteren Bauverlauf soll diese aber wieder kompensiert werden. Vor Kurzem ging es los mit den Arbeiten an Lüftung, Heizung, Sanitär und Elektrik. Teilweise konnte auch schon mit den Estricharbeiten begonnen werden.

Positiv sieht Steinbach die Vergabe der einzelnen Gewerke: Für 82 Prozent seien mittlerweile Dienstleister gefunden worden. „Das gibt uns eine gewisse Kostensicherheit.“

Allgemein spricht Steinbach bei den Baukosten von „quasi einer Punktlandung“. Ursprünglich hatte der Kreistag 69,8 Millionen Euro als Gesamtkosten für die Baumaßnahme beschlossen. Nach derzeitigem Stand sind es gute 70,5 Millionen Euro.

Ein Grund für den Anstieg ist die aktuelle Entwicklung des Baupreisindexes. Wie Steinbach erklärte, sei die Steigerung höher ausgefallen, als zum Zeitpunkt der Kostenberechnung angenommen. Nach aktuellen Daten liege die Baupreissteigerung bei allen Gewerken bei 9,33 Prozent. Ausgegangen sei man ursprünglich von 8,31 Prozent. Auch zwischenzeitlich vorgenommene Nachrüstungen bei der Elektromobilität und das Projekt Kunst am Bau hätten zur Erhöhung der Gesamtkosten beigetragen. Ob das Gesamtbudget noch angepasst werden muss, so Steinbach, hänge vom Ergebnis der noch offenen restlichen Vergaben in Höhe von 18 Prozent ab.

Allerdings konnte man bisher an dieser Stelle auch schon Geld einsparen. Bei der Auftragsvergabe liegt die derzeitige Summe fast 1,3 Millionen Euro unter dem ursprünglich festgelegten Budget. Damit ergeben sich bei den Gewerken aktuell Gesamtkosten von knapp 48,3 Millionen Euro.

Von Stephanie Novy

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