Crew des Minenjagdbootes Weilheim übergibt 3 786 Euro an Vereine

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Die Marinesoldaten mit Vertretern von den drei bedachten Vereinen – Netz gegen sexuelle Gewalt, BRK-Kinderhaus an der Kanalstraße und Museumsverein – sowie Bürgermeister und Marinekameradschaft.

Weilheim – „Ich kenne mehrere Patenschaften. Doch diese hier ist spitze und muss auf jeden Fall weitergeführt werden. Alle, die schon einmal hier waren, wollen auch wiederkommen. Das kommt nicht von ungefähr“, schwärmte Kapitänleutnant Florian Förster, neuer Kommandant des Minenjagdboots Weilheim, bei seinem ersten Besuch nach der traditionellen Spendenübergabe im Vereinsheim.

Die Verbindung zwischen der Marinekameradschaft, der Stadt und der Besatzung des Minenjagdboots Weilheim ist eng, so eng wie es der Dienst der Soldaten erlaubt. Die Patenschaft besteht seit 1958, überdauerte Boots- und Kommandantenwechsel sowie Änderungen in der Crew. Die Besatzung „Bravo“ kommt mit wechselnden Abordnungen seit 2001 zum Weilheimer Weihnachtsmarkt und betreibt hier einen Glühweinstand.

Die Einnahmen wurden stets an sozial engagierte Vereine in der Kreisstadt gespendet. Heuer teilten sich drei Vereine die Rekordsumme von insgesamt 3 786 Euro. Davon gingen je 1 743 Euro an die Fachberatungsstelle „Netz gegen sexuelle Gewalt“ und an das BRK als Träger des neuen Kinderhauses an der Kanalstraße.

Mit 300 Euro übernahm die Crew die Patenschaft für die Renovierung des Bildes von Admiral Hipper. Hintergrund: Das Stadtmuseum soll umgestaltet und besucherfreundlicher werden. Notwendig ist auch die Restaurierung verschiedener Ausstellungsobjekte. Dabei will der Museumsverein die Bürger mit ins Boot holen. Die Marinesoldaten sind die ersten Paten für ein solches Ausstellungsstück. Dass ihre Wahl auf den wohl bekanntesten Marineoffizier der Stadt, Admiral Hipper, fiel, liegt auf der Hand. Der Bürgermeister lobte das hohe Engagement der Patencrew beim Glühweinverkauf, das sich auf die Spendenhöhe positiv ausgewirkt hat. Dieser Empfang, so Markus Loth, sei eine gute Tradition und Gelegenheit, Crew und Marinekameradschaft Danke zu sagen.

Die 15-köpfige Crew hat aber nicht nur fleißig Spenden erwirtschaftet, sondern auch ein volles Besuchsprogramm in und um Weilheim absolviert. Dazu gehörten Besuche bei den Empfängern der Vorjahresspenden, die Teilnahme an der Weihnachtsfeier der Marinekameradschaft, zwei interessante Stadtführungen sowie Besuche bei HK-Engineering in Polling und im Kloster Ettal.

Von Georg Müller

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