Sensibel und exponiert

CSU beantragt Veränderungssperre über Hotel Ludwig und fordert Bebauungsplan

Das Hotel Ludwig von außen.
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Stille und Leere über Jahre: Das idyllisch am Seidlpark gelegene Hotel Ludwig. Über dieses sollte, geht es nach der CSU-Fraktion, umgehend eine Veränderungssperre verhängt werden.
  • vonAntonia Reindl
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Murnau – Erst war es ein Gerücht, das gesäuselt seine Runde machte: Das Hotel Ludwig soll verkauft worden sein. Mittlerweile ist etwas mehr daraus geworden als ein Gerücht. Das beweist auch ein Antrag der CSU-Fraktion im Murnauer Marktgemeinderat – wenn auch nur indirekt. In diesem wird die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Hotelnutzung in Verbindung mit einer Veränderungssperre über den Bereich des Hotels am Seidlpark gefordert.

Schon seit ein paar Jahren ist das Hotel Ludwig auf dem besten Weg ein Lost Place zu werden. Lange Zeit sei es „verwaist und geschlossen“, heißt es in dem Anfang Mai gestellten CSU-Antrag. Die Fraktion möchte den touristischen Wert des Hotelstandortes nachhaltig stärken und daher „eine rentable Bebauung des Hotelareals“ möglich machen. Dafür müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Und mehr noch, „um diese, gerade im Randbereich des Seidlparks als sensibles Gebiet gesehene exponierte Stelle zu schützen“, müsse sofort eine Veränderungssperre erhoben werden, heißt es in dem Antrag weiter. Mit Blick auf die Tourismusbranche sei das Areal ein „zukunftsorientierter Standort“, der bewahrt werden müsse.

Am Ende der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats erkundigt sich Rudolf Utzschneider nun, wie es um den Antrag stehe. Der CSU-Fraktionssprecher will wissen, ob der Dringlichkeitsantrag schon in der nächsten Bauausschusssitzung behandelt werde. Das kann ihm Klaus Tworek zwar nicht garantieren, denn „ich bin nicht der Bürgermeister“, aber „ich kann es mir vorstellen“, so der Marktbaumeister. Was die Prüfung der Dringlichkeit angehe, so sei man „schon im Hintertreffen“. Ein Vorbescheid, etwa zur Aufstellung eines Bebauungsplanes, liege für das Areal nämlich noch nicht vor, verrät Tworek.

Auch Utzschneiders Fraktionskollege Dr. Michael Rapp wirft in der Marktgemeinderatssitzung einen Blick auf das Areal am Seidlpark. „Hat es in den letzten Jahren und jetzt Verhandlungen mit einem Investor gegeben?“, möchte Dr. Rapp wissen und appelliert, einen Bebauungsplan aufzustellen, erst recht nach den „bösen Erfahrungen“, die man am Maria-Antonien-Weg gemacht habe.

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