Peißenbergs Neuer

Frank Zellner setzt sich in der Stichwahl gegen Robert Halbritter durch

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Symbolischer Handschlag in Zeiten von Corona zwischen Robert Halbritter (li.) und Frank Zellner.

Peißenberg – Am Ende war es klar und deutlich: Frank Zellner hat sich in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Peißenberg mit 56,38 Prozent der Stimmen gegen Robert Halbritter (SPD) durchgesetzt. Der 42-Jährige wird damit ab Mai die Nachfolge von Manuela Vanni (Peißenberger Liste) antreten, die vor drei Wochen bereits im ersten Wahldurchgang gescheitert war.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und darüber, dass die Bürger mir das Vertrauen geschenkt haben“, erklärte Zellner nachdem die Stimmen ausgezählt waren.

In jedem der elf Briefwahlbezirke lag der CSU-Spitzenkandidat vor seinem Herausforderer. Zellners Wahl zum neuen Bürgermeister in Peißenberg bedeutet, dass sich das Jobcenter in Weilheim nach einem neuen Geschäftsführer umsehen muss. Doch um die Nachfolge macht sich Zellner keine Sorgen: „Das Center wird in guten Händen weitergeführt.“ Peißenbergs künftiger Bürgermeister kündigte an, dass es zu Beginn seiner Amtszeit zunächst darum gehen werde, „Peißenberg gut durch die Corona-Krise zu führen“.

Im Wahlkampf hatte die CSU sich unter anderem für eine „zeitgemäße digitale Infrastruktur“ und für ein „Generationenzentrum“ am ehemaligen Krankenhausgelände stark gemacht.

Welche Strategie CSU/Parteilose bei der personellen Besetzung des Vize-Bürgermeisters fahren – dessen Wahl erfolgt im Gemeinderat –, muss laut Zellner erst noch parteiintern geklärt werden: „Da gibt es noch nichts Konkretes zu sagen.“ Bei sieben unterschiedlichen Parteien und Gruppierungen, die im neuen Marktrat vertreten sein werden, ist vermutlich damit zu rechnen, dass die Christsozialen auf einen eigenen Kandidaten verzichten: „Es ist wichtig, dass wir miteinander gut zusammenarbeiten. Ich möchte der Bürgermeister von allen Peißenbergern sein“, betonte Zellner.

Robert Halbritter nahm seine Niederlage in der Stichwahl gefasst auf. Nach dem Ergebnis des ersten Wahlgangs sei mit dem Ausgang zu rechnen gewesen: „Ich habe mir eigentlich wenig Hoffnungen gemacht“, gestand Halbritter. Die Marketingstrategie der CSU habe ihren Teil dazu beigetragen. „Vom Wahlkampfbudget haben wir ganz kleine Brötchen gebacken. Da können wir mit der CSU einfach nicht mithalten“, bedauerte Halbritter. Auch die „hervorragende Arbeit“ des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Zuge der Corona-Krise habe die Christsozialen „gepuscht“. Auch hätten Vanni, Walter Wurzinger (Freie Wähler) und er aufgrund der ständigen Querelen im Marktrat an Wählergunst eingebüßt. „Ich wünsche Frank Zellner alles Gute für seine künftige Arbeit. Ich hoffe, dass er den Marktrat eint. Ich bin auf seine Politik gespannt“, so Halbritter.

Die konstituierende Sitzung des neuen Marktrats ist für den 6. Mai terminiert.

Von Bernhard Jepsen

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