Dachsbräu feierte seinen 135. Geburtstag mit einem zünftigen Hoffest

Bier, Böller und Blasmusik

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Dachsbräu-Geburtstag war auf dem Brauereihof bayerische Lebensart angesagt. Gefeiert wurde mit Bier, Brotzeiten und toller Stimmung.

Weilheim – Der gute Ruf der bayerischen Brauereien kommt nicht von ungefähr. In Weilheim ist es die Dachsbrauerei, deren Biere aufgrund ihrer Qualität überregionalen Ruf genießen. 

Sie ist die letzte von ehemals 27 Braustätten in der Kreisstadt. Am vergangenen Samstag feierte der Familienbetrieb seinen 135. Geburtstag mit vielen gut gelaunten und vor allem durstigen Gästen.

Wanderte noch am Vormittag manch sorgenvoller Blick in den verhangenen Himmel, änderte sich das am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein schnell. Freie Tische wurden Mangelware und das Brauereiteam leistete als Schankkellner, Kassierer, Griller und Spüler Schwerstarbeit. 

Den offiziellen Beginn des Festes konnte niemand im Ort überhören: Gegen 10 Uhr hallten ohrenbetäubende Donnerschläge durch die Stadt. Verursacher waren die „Böllerschützen Pfaffenwinkel“, die anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums gemeinsam mit ihrem Patenverein, den „Trombini“ aus dem Raum Verona, der Brauereifamilie ihren Salut erwiesen. Die italienischen Arkebusen haben nicht nur ein stattliches Gewicht (35 Kilogramm), sondern werden auch mit einer weit stärkeren Pulvermenge (200 Gramm) als die deutschen geladen. Im nur von kurzen Ladepausen unterbrochenen Lärm ging der musikalische Einmarsch der Stadtkapelle fast unter.

Danach wurde im Innenhof und auf dem Gelände des benachbarten Ärztehauses nach Herzenslust bis 22 Uhr zu den Klängen der Wielenbacher Blasmusik gefeiert. 

Spielte im Brauereihof das Bier die Hauptrolle, vergnügten sich die Kinder nebenan in der Hüpfburg und die Mädchen und Jungs verwandelten sich beim Kinderschminken in phantastische Märchenfiguren. Für Spannung sorgte der Auftritt der Weilheimer Goaßlschnalzler, die über die Tische hinweg ihre Goaßln knallen ließen. 

Die bayerische Bierkultur zeigte sich zum Geburtstag von ihrer besten Seite. Gegen 18 Uhr zog Ulrike Flassig, Tochter des Hauses, ein positives Resümee und verband es mit einem großen Lob für das gesamte Team. „Wir freuen uns, dass so viele Gäste und Kunden mit uns feiern und sagen Dankeschön“.

Von Georg Müller

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