Dachsbräu feierte sein 140-jähriges Jubiläum – Produktqualität einer der Erfolgsgaranten

Das Bier passt einfach

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Anstoßen auf das Jubiläum: (v.l.) Günter Klose mit Gattin, Seniorchef Ulrich Klose mit Gattin, Ulrike Flassig mit Ehemann, Veronika Ettstaller, Markus Loth und Herbert Meier.

Weilheim – 1879 kaufte der Münchener Bierbrauer Georg Dachs in Weilheim ein zur Versteigerung stehendes, landwirtschaftliches Anwesen. Noch im selben Jahr fing er „Am Saliteranger“ mit der Weißbierproduktion an. Es war dies die Geburtsstunde des Weilheimer „Dachsbräus“.

Das 140-jährige Gründungsjubiläum wurde von der familiengeführten Traditionsbrauerei am vergangenen Samstag gebührend gefeiert. Bei dem Bierfest im Brauereihof gaben sich unter anderem Bürgermeister Markus Loth, der Geschäftsführer vom Verband der mittelständischen Brauereien, Herbert Meier, und die frischgekürte Bayerische Bierkönigin, Veronika Ettstaller, die Ehre. Für die Gmunderin war es der erste Auftritt in ihrer Amtszeit – und das königliche Testat zum „Dachsbräu“ fiel äußerst positiv aus: „Ich bin begeistert. Das Bier ist wirklich süffig. Schade, dass ich mit dem Auto da bin“, so Ettstaller schmunzelnd. Auch vom Rathauschef gab es lobende Worte: „Mit seiner Bierqualität hebt sich der Dachs von der Masse ab“, betonte Loth: „Ich bin eher der Helle-Trinker. Deshalb mag ich das Festbier am liebsten.“ Die Brauerei inmitten der Stadt sei ein „ein Stück Identität Weilheims“: „Wir sind stolz auf den Dachsbräu“, so Loth in seinem Grußwort.

Laut Ulrike Flassig, die zusammen mit ihrem Bruder Günter Klose den Dachsbräu leitet, ist die Produktqualität die große Stärke der Brauerei. Zudem herrsche in der Familie ein starker Zusammenhalt: „Unser Ziel ist nicht übermäßiges Wachstum, sondern wir wollen die Brauerei erhalten“, so Flassig. Der Zuspruch für kleinere Brauereien hat sich nach Einschätzung ihres Bruders wieder deutlich verbessert: „Man muss immer positiv denken – und der Trend geht hin zu regionalen Produkten. Wir sind mit dem Geschäft zufrieden“, so Günter Klose. Herbert Meier erklärte in seinem Grußwort, dass neben der Qualität auch Fleiß, Ausdauer und eine Portion „oberbayerische Sturheit“ die Erfolgsfaktoren des „Dachsbräus“ seien. „Das Bier passt einfach“, schwärmte Meier, der zum Schluss seiner Rede augenzwinkernd das Brauereimaskottchen und den Artenschutz ansprach: „Der Dachs ist schützenswert. Sorgen Sie dafür, dass er auch in Zukunft hier heimisch ist.“ Die Festgäste ließen sich nicht lange bitten und hoben die Bierkrüge – zum vorbildlichen Artenschutz.

Von Bernhard Jepsen

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