Traurige Nachrichten aus dem Weilheimer Stadtmuseum

Dauerausstellung des Stadtmuseums muss wegen neuer Erkenntnisse schließen

Ragnhild Thieler, Dr. Tobias Güthner, Andrea Roppelt-Sommer und Katrin Fischer.
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Vor verschlossener Tür des oberen Stockwerks stehen (v.li.): Ragnhild Thieler, Dr. Tobias Güthner, Andrea Roppelt-Sommer und Katrin Fischer.
  • Mihriban Dincel
    VonMihriban Dincel
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Weilheim – Die Sanierung des Stadtmuseums ist schon seit längerer Zeit in Planung. Der Architektenwettbewerb 2019/2020 stellte dafür einen wichtigen Schritt dar. Doch neue bauliche Erkenntnisse hemmen das Vorhaben nun enorm.

Denn ein Antrag auf Nutzungsänderung aus den 1960er-Jahren bezieht sich ausschließlich auf das Erdgeschoss. Über die oberen Stockwerke ist nichts bekannt. Auch nach intensiver Recherche gab es diesbezüglich keine klaren Erkenntnisse. Die fehlende Nutzungsänderung der oberen Geschosse hat weitreichende Folgen. Beispielsweise kommt dadurch die Frage des Brandschutzes und der allgemeinen Sicherheit der Museumsbesucher auf. Wenig prickelnd ist auch der Stand der Elektrik in den Stockwerken eins bis drei. Um die Räumlichkeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist eine neue Baugenehmigung von Nöten. Dafür müsste jedoch auch eine Grundsanierung erfolgen. Doch das braucht Zeit, Geld und eine gute Planung. Museumsleiter Dr. Tobias Güthner verkündet daher mit schwerem Herzen, dass die Dauerausstellung in diesen Räumen vorerst schließen muss. Auch Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer ist der Meinung: „Sicherheit geht vor“.

Ragnhild Thieler, Referentin für Kultur und Kunstausstellungen, die stark für die Sanierung des Museums im Stadtrat kämpft, stellt das Positive in den Vordergrund. Es wird einen weiteren Wettbewerb für die Innenarchitektur geben. Auch hat der Stadtrat in den Haushaltsverhandlungen zugestimmt, weitere Planungsschritte einzuleiten. Die nächste Planungsphase soll im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Zudem werden Fördergelder von 60 bis 70 Prozent erwartet. Diese Mittel durch die Stadtbauförderung, Kulturfonds und weitere Unterstützer müssen laut Katrin Fischer, Architektin im Stadtbauamt Weilheim Abteilung Hochbau, auch sinnvoll geplant und eingesetzt werden. „Wenn das Gesamtkonzept stimmig ist, wird es weiter gehen“, macht Fischer Mut.

Die Ausstellungen im Sonderausstellungsraum des Erdgeschosses sind weiterhin zugänglich. Daher werden einige Objekte aus den oberen Räumen zeitweise im Erdgeschoss mitausgestellt werden. Auch ein Onlinerundgang des Museums ist bereits in Planung. Weitere Alternativen, wie die Stücke in anderen Gebäuden auszustellen, das Museum etwas nach draußen zu verlagern oder transportierbare Stücke in Schulen zu bringen, werden ebenfalls noch besprochen.

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