Partnerschaft zwischen Atwima und Murnau begründet – Delegation aus Ghana auf Stippvisite am Staffelsee

Königlicher Besuch in Murnau

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Bürgermeister Rolf Beuting, Ashanti-König Nana Antwi Agyei Brempong II., Florian Wolfart, Honorarkonsul der Republik Ghana und Dr. Julia Stewens, Vizebürgermeisterin von Murnau.

Murnau – Für Feuerwehr-Kommandant Florian Krammer heißt es nun: Büffeln! Nämlich ‚Twi‘, das ist die Sprache des Volkes der Ashanti in Zentralghana. Deren König Nana Antwi Agyei Brempong II. hat während seines Besuches in Murnau die hiesigen Firefighter in seine Heimat eingeladen, um dort über die Organisation einer ehrenamtlich geführten Feuerwehr zu berichten.

Die Marktgemeinde Murnau begründete vergangenes Wochenende eine Entwicklungs-Partnerschaft mit der ghanaischen Region Atwima, das ist eine Stadt mit etwa 260 000 Einwohnern verteilt auf sieben Einzelgemeinden. Dazu sind König Nana Antwi Agyei Brempong II. und der Landrat des Atwima-Districtes, Nana Okyere-Tawiah, gemeinsam mit einer 20-köpfigen Gruppe aus Fachleuten an den Staffelsee gekommen. „Das ist ein großes Ereignis für Murnau. 

Mit der jetzt eingegangenen Partnerschaft können wir zeigen, dass Tradition und Weltoffenheit kein Gegensatz sind“, so Bürgermeister Rolf Beuting. Ziel ist eine Zusammenarbeit auf den Gebieten Umweltschutz, Fairer Handel und Bildung. Für Beuting steht zudem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt: „Wir Menschen beiderseits des Mittelmeeres wissen so wenig übereinander. Mit unserer Partnerschaft wollen wir Brücken bauen, zu einer Zeit, wo andere bestrebt sind, neue Mauern aufzurichten.“

Die Murnauer Gastgeber hatten ein dichtes Programm ausgearbeitet. Nach der Besichtigung des Rathauses ging es mit dem Motorschiff „Seehausen“ zum Mittagessen nach Uffing. Die Afrikaner waren in ihren bunten Gewändern rasch von Touristen umringt. Bald klickten die Handys für Selfies mit dem König.

Wieder zurück in Murnau warteten die Buben und Mädchen des Kindergartens Drachennest auf die Gäste aus dem fernen Afrika. Die Kleinen hatten das Ständchen vom Kreisel „Dradiwaberl!“ einstudiert. Zum Tanzen blieb keine Zeit, denn ein paar Meter weiter hatten die Feuerwehrler mit Kommandant Florian Krammer ihre Fahrzeug-Flotte bereits in Position gebracht. „Wir haben in Atwima ein Feuerproblem. Bei uns gibt es keine organisierte Feuerwehr“, betonte König Nana Antwi Agyei Brempong II. Besonders beeindruckt war der König von der Ehrenamtlichkeit. „Wie macht ihr das neben Familie und Beruf?“ So kam es zu der eingangs erwähnten Einladung. Das Programm wurde durch einen Besuch in der Hackschnitzelheizung des Kemmelparkes, sowie einer Visite im Schlossmuseum abgerundet. Damit waren die Themenbereiche Umwelttechnik und Kultur abgedeckt.

Erste Freundschaften zwischen „Bat“ und „Dragon“ – den Wappentieren von Atwima (Fledermaus) und Murnau (Drache) wurden beim geselligen Abend in der Naturfreundehütte am Staffelsee geschlossen und vor allem beim gemeinsamen Besuch des Volksfestes.

von Günter Bitala

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