Großer Zuspruch bei Demo gegen Umfahrung

Bürgerinitiativen mobilisieren über 1 000 Menschen – Auch Politiker waren vor Ort

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Mit Trommeln bewegte sich der Demonstrationszug vom Marienplatz über die Olympiastraße zum Maibaumpark.

Weilheim – Mehr als 1 000 Interessierte kamen am Tag der Deutschen Einheit zur Demonstration mit anschließender Kundgebung der Bürgerinitiativen Heimat 2030 und Marnbach/Deutenhausen. Auf dem Weilheimer Marienplatz begrüßte Dr. Oskar Handow, Heimat 2030, all diejenigen, die der Forderung nach weniger Verkehr in der Kreisstadt und einem Nein zu einer Umfahrung Nachdruck verleihen wollten.

Begleitet von Trommlern aus Marnbach/Deutenhausen setzte sich dann der Demonstrationszug Richtung Maibaumpark in Bewegung. Viele der Teilnehmer trugen Transparente mit Sprüchen wie „In vielen Autos sitzt nur einer, von den Eisbär’n versteht das keiner!“ oder „Autos in den Untergrund und die Natur bleibt auch gesund!“. Im Maibaumpark wurden die Demonstranten dann von den flotten Klängen der New Orleans Dixie Stompers begrüßt. Für Verpflegung sorgten viele Ehrenamtliche mit Weißwürsten, Bier, Kaffee und Kuchen. An zahlreichen Ständen konnte man sich beim Bund Naturschutz, der Schutzgemeinschaft Weilheimer Moos, Slow Food Pfaffenwinkel, dem Aktionskreis bäuerliche Landwirtschaft, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Pro Bahn, CarSharing Pfaffenwinkel und Greenpeace Weilheim informieren. Die Inhaber der Stände gaben auch Statements auf der Bühne ab. So forderte Norbert Moy von Pro Bahn einen Ausbau der Schiene als Alternative zum Individualverkehr. Martin Heinz von CarSharing Pfaffenwinkel wies darauf hin, dass das Verhalten jedes Einzelnen ursächlich für den Verkehrskollaps sei.

„Auf 40 Hektar Land produziert mein Betrieb 400 000 Liter Milch“, erläuterte Peter Höldrich als Vertreter der Landwirte. Die immer geforderte Regionalität in der Lebensmittelproduktion sei aber gefährdet, wenn für eine Umfahrung allein 30 Hektar Land unwiederbringlich zerstört würden. Und auch Heiner Putzier von Slow Food Pfaffenwinkel, Dr. Reinhold Schumacher von der Schutzgemeinschaft Weilheimer Moos sowie Manfred Unger von Greenpeace Weilheim appellierten für den Schutz der Natur.

Interesse zeigten ebenfalls zahlreiche Vertreter aus der örtlichen Politik. Bürgermeister Markus Loth (BfW) hatte sein Fernbleiben den Bürgerinitiativen gegenüber bereits im Vorfeld schriftlich begründet. Er sei als Stadtoberhaupt „grundsätzlich der Neutralität verpflichtet und für jede Form einer Entlastungsstraße offen“. 

Von Bianca R. Heigl

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