Demoralisierte Peißenberger – Zahlreiche vergebene Torchancen bringen Eishackler gefährlich nah an den Abstieg

Jetzt wird es eng. Nach der 4:6 Heimniederlage gegen den ESV Buchloe sind die Chancen der Peißenberger Eishackler, die Abstiegs-Play-Downs zu vermeiden, erneut gesunken.

„Wir hatten wesentlich mehr Schüsse. Nur hilft das nichts, wenn die Scheibe nicht reingeht“, trauerte Coach Max Vogel hinterher den vergebenen Chancen vor allem im ersten Drittel nach. In dem bestimmten die Eishackler noch klar das Geschehen. Vor dem Kasten scheiterten die Peißenberger trotz bester Gelegenheiten jedoch an ihren Nerven oder am starken Buchloer Goalie Warkus. Im zweiten Durchgang sollte sich das bitter rächen. Einen kapitalen Fehler im doppelten Überzahlspiel bestrafte Fortney mit einem Kontertor zum 0:1. Wenig später leisteten sich die Peißenberger, die immer noch einen Mann mehr auf dem Eis hatten, erneut einen Patzer, dem Braun das 0:2 folgen ließ. In eigener Überzahl legte schließlich Fortney das dritte Gästetor nach. Per Schlagschuss stellte danach Curmann gegen die völlig demoralisierten Eishackler sogar auf 0:4. „Wir sind nicht genug auf den Körper gegangen“, kritisierte Vogl danach. Sein Team schöpfte durch das 1:4 durch Andy Pfleger kurz vor dem zweiten Wechsel aber etwas Hoffnung. Diese war nach elf Sekunden im letzten Durchgang wieder dahin, als Kohlhund erneut den alten Abstand herstellte. Die Eishackler, bei denen mit Florian Barth und Marco Pfleger zwei der besten Stürmer verletzt fehlten, kämpften sich durch Weitschüsse von Sebastian Kastner und Daniel Lenz jedoch wieder auf 3:5 heran. Fortney beendete mit seinem dritten Tor aber die Hoffnung auf eine Wende. Das zweite Tor von Kastner hatte danach nur noch statistischen Wert. Am Freitag geht es um 19.30 Uhr nun für die Peißenberger im Heimspiel gegen den ECDC Memmingen bereits um alles. Bei einer Niederlage droht sogar der letzte Platz in der Abstiegsrunde und ein stärkerer Gegner in den anschließenden Play-Downs. Zornige Eishackler Bei der Pressekonferenz nach der Partie gegen Buchloe berichtete Petra Maier, Präsidentin des TSV Peißenberg, über den Sachstand und das weitere juristische Vorgehen beim Streit der Eishackler mit dem BEV. Eine Reaktion auf die Peißenberger Beschwerde durch den Verband liegt bisher noch nicht vor. „Die sind für nichts und niemanden zu sprechen“, führte Maier aus. „Die Herren sind sich wohl nicht im Klaren, dass jeder Tag den Schaden entsprechend erhöht“, ergänzte die TSV-Präsidentin, die Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Ein Anruf hätte genügt, um uns an einen Tisch zu setzen und eine für alle akzeptable Lösung zu finden. So aber macht mich das sehr zornig“, erklärte sie. In der Zwischenzeit hat der TSV Klage auf Schadensersatz bei einem Zivilgericht eingereicht und vor einem Sportgericht auf die nachträgliche Eingliederung in die Meisterrunde. „Es geht nicht nur ums Geld, es geht auch um sportliche Gerechtigkeit, die uns nicht widerfahren ist“, so Maier abschließend.

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