ZVR Oberland führt mit rund 2 800 neuen Geräten den Digitalfunk ein

Für den Ernstfall gewappnet

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Landkreis – Im Juni nächsten Jahres werden sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrieländer in Elmau bei Garmisch-Partenkirchen zum G7 Gipfel zusammenfinden. Damit das Großaufgebot an Feuerwehren, Polizisten und Rettungsdiensten dort zuverlässig untereinander kommunizieren kann, wird jetzt auch in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch- Partenkirchen der Digitalfunk eingeführt.

Ein echter Hingucker ist das TETRA-Digitalfunkgerät, das der Landrätin Andrea Jochner-Weiß am Dienstag symbolisch als deutschlandweit 200 000. ausgeliefertes Gerät von Motorola Solutions in Weilheim übergeben wurde: In den Farben Weiß und Blau erinnert das Design an die bayerische Flagge.

Als Vorsitzende des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Oberland konnte Jochner-Weiß stellvertretend für die Feuerwehren und Rettungsdienste der drei Landkreise das neue Gerät in Empfang nehmen. „Die Einführung der TETRA-Digitalfunktechnologie gehört zu den wichtigsten Modernisierungsprojekten und stellt für unsere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft dar“, freut sich Jochner-Weiß über die letztendliche Realisierung der seit Langem geplanten Maßnahme.

Die Vorteile des Digitalfunks: bessere Sprachqualität, größere Abhörsicherheit und höhere Variabilität als bei analogen Geräten. „Jetzt kann eine Kommunikation auf mehreren Kanälen ermöglicht werden und es können sogar Gruppen gebildet werden“, betont Johann Eitzenberger, Kreisbrandrat des Landkreises Garmisch- Partenkirchen. „Zudem läuft die Kommunikation über ein Versorgungsnetz, sodass mindestens auf bundesweiter Ebene untereinander kommuniziert werden kann“, fügt Franz Ketzer, Geschäftsführer der „abel & käufl Mobilfunkhandels GmbH“, die als Partnerunternehmen von Motorola Solutions die ZRF Oberland mit den Digitalfunklösungen ausgestattet hat, hinzu.

Insgesamt 2 800 Geräte und deren Zubehör mit einem gesamten Auftragsvolumen von rund zwei Millionen Euro wurden an die Feuerwehren der drei Landkreise verteilt, jetzt folgt der mehrstufige Schulungsprozess mit verschiedenen Lehrgängen. Bis spätestens April nächsten Jahres soll der Einsatz der digitalen Funkgeräte dann einwandfrei funktionieren. „Das neue Kommunikationskonzept ist bereits seit Jahrzehnten im Gespräch, der G7 Gipfel hat den Prozess jetzt beschleunigt“, erklärt Eitzenberger.

Die bayerischen Kommunen erhielten für die Einführung des Digitalfunks der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) einen Endgerätezuschuss in Höhe von 80 Prozent. Aufgrund des G7 Gipfels bekamen die drei Landkreise sogar noch 50 Digitalfunkgeräte zusätzlich zur Verfügung gestellt. 

Von Lea Stäsche


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