Gesundheitscoach Dirk Kessler füllte mit seinem Vortrag über Epigenetik die Weilheimer Stadthalle

"Hey, meine Gene reden mit mir"

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Der Vortrag „Epigenetik“ füllte die Stadthalle. V.li.: Live Coach Dirk Kessler, Veranstalter Bernhard Luttner sowie die Mitorganisatoren Martin Hiebl und Arno Schikowsky.

Weilheim – Veranstalter Bernhard Luttner hatte das Interesse für Gesundheit im Landkreis richtig eingeschätzt und landete mit der Einladung des bekannten Autors und Live Coachs Dirk Kessler einen Volltreffer. Er sprach vor rund 500 Interessenten aus allen Altersklassen.

So erwartete eine Weilheimer Biologin nützliche Fakten und ein Freundeskreis aus Peiting war einfach nur neugierig auf die Informationen zur Epigenetik. „Ich halte heute ein Plädoyer für die Gesundheit und am Ende fällen Sie als meine Geschworenen ein Urteil“, stieg Kessler locker in seinen Vortrag ein. Gut und allgemein verständlich behandelte der Referent den Zusammenhang zwischen Ernährung und Genen. Viele Erkrankungen, wie Arteriosklerose und Fettleber aufgrund falscher Ernährung, blieben lange unbemerkt, weil der Körper immer sein Bestes gebe. Er arbeite, bis es nicht mehr gehe.

Mit Sprüchen wie „Eben noch fit, plötzlich tot“, „Viele Diäten können Sie knicken, die nutzen nur dem Hersteller“, aber auch Fakten hatte Kessler das Publikum schnell auf seiner Seite. Die Basis der Ernährung – viel Gemüse, gutes Wasser, Bewegung, wenig Zucker, Salz, Fleisch, Alkohol – müsse gesund sein. Vital- und Füllstoffe im richtigen Verhältnis seien wichtig. Auch sein Vergleiche zwischen Mensch und Zootier, was die Ernährung anbelangt, leuchtete ein. Das Zootier erhalte viel Gemüse und Obst, werde sogar ärztlich überwacht, der Mensch greife dagegen schnell zu Fertiggerichten, Dosen- und Tütensuppen.

Im zweiten Vortragsteil „Epigenetik“ vermittelte Kessler die Informationen ebenso anschaulich. Der Autor und Live Coach trug anhand vieler Beispiele die Einflüsse von Nahrung und Denken auf die menschlichen Gene („Hey, die reden mit mir“) humorig vor. Der lange Schlussapplaus sprach Bände.

Veranstalter Luttner fühlte sich zu Recht bestätigt. „Die Resonanzen waren sehr gut. Vielleicht konnten wir unseren Zuhörern neuen Input und Stoff zum Nachdenken liefern“, zog er Resümee. Ein weiteres positives Ergebnis war die 1 000 Euro-Spende aus den Eintrittsgeldern an die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei).

Von Georg Müller

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