DLRG warnt vor Gefahren beim Baden

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Landkreis – Viele Menschen drängt es jetzt an Seen und Flüsse, um sich zu erholen. Wer Baden und Schwimmen aber hauptsächlich vom Schwimmbad her kennt, muss in der freien Natur besonders umsichtig sein. Damit alles gut geht, gibt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hier Tipps für eine sichere Zeit am Wasser.

Ingo Flechsenhar, Präsident der DLRG Bayern: „Freigewässer haben – ganz im Gegensatz zu Freibädern – oftmals verborgene Gefahrenstellen. Darüber muss man sich gerade in diesem Sommer im Klaren sein.“

Besondere Gefahren

Man kann nicht bis auf den Grund sehen – Felsen, Pfosten und Betonteile bleiben oft verborgen. Manche Seen haben Steilufer, das heißt nach einem Stück mit flachem Ufer fällt der Seegrund plötzlich steil ab. Wer nicht sicher schwimmen kann, ist dort in Lebensgefahr.

Ein Kopfsprung in einen zu flachen See kann mit einer Querschnittslähmung enden. Flüsse sind schnell, reißend und kalt. Es besteht die Gefahr, dass man im Fluss den Halt verliert und abgetrieben wird. Zudem lähmt die Kälte die Muskelkraft.

Kinder im Blick haben

Kinder ertrinken oft lautlos. „Leg Smartphone, Zeitschrift oder Buch zur Seite und beobachte die Kinder aufmerksam beim Spielen und Toben am Wasser“, stellt die DLRG daher klar.

Verbote/Warnungen

Bewachte Badestellen sind am Meer mit einer gelb-roten Flagge gekennzeichnet. Die rote Flagge bedeutet Badeverbot.

Ein Badeverbot, eine Abgrenzung mit Bojen und die Warnung „Vorsicht Steilufer“ sollten respektiert werden.

Gefahrenstellen im Wasser

Als Nichtschwimmer oder unsicherer Schwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser gehen; denn das Ufer von künstlich angelegten Seen fällt manchmal nach wenigen Metern steil ab. Nicht in ein unbekanntes Gewässer springen und nicht dort baden, wo Schiffe und Boote fahren.

Auf andere achten

Wenn man mit anderen Personen baden geht, sollte man sich erkundigen, ob wirklich alle in der Gruppe sicher schwimmen können. Auch sollte auf Familie, Freunde und Arbeitskollegen während des Badens geachtet werden. Im Notfall ist es immer richtig, noch andere Leute durch lautes Rufen und Winken aufmerksam zu machen. Im Fall einer Rettungssituation ist der Notruf unter 112 erreichbar.

Eigene Sicherheit

Menschen in höherem Alter oder die einmal Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehabt haben, sollten sich vor dem Schwimmen beim Arzt erkundigen. Am besten ist es, mit anderen Menschen baden zu gehen. Auch sollten Betroffene sich gründlich abfrischen, bevor sie ins Wasser gehen. Sonst kann der plötzliche Unterschied zwischen heißer Lufttemperatur und kühlem Wasser zu Kreislaufproblemen führen.

Niemanden gefährden

Alles, was einen unnötigen Rettungseinsatz provozieren könnte, muss vermieden werden. Dazu gehört in einen Fluss zu springen, andere in Gefahr zu bringen, den Eindruck einer Gefahrensituation zu erwecken oder zum Spaß um zu Hilfe rufen.

Von Kreisbote

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