Wessobrunns Bürgermeister Helmut Dinter zu möglichem Dorfladen in Haid

Befragung abgeschlossen

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Das ist das Grundstück, auf dem in Zukunft ein Dorfladen entstehen könnte.

Wessobrunn – Soll es im Ortsteil Haid zukünftig einen Dorfladen geben? Zu dieser Frage konnten sich die BürgerInnen von Wessobrunn im Rahmen einer Befragung äußern, die vor Kurzem in der gesamten Gemeinde durchgeführt wurde. Die ersten Rückmeldungen flatterten, laut Bürgermeister Helmut Dinter, bereits in´s Rathaus ein.

In der Ortsmitte des circa 400-Seelen Dorfes könnte auf einem 1 750 Quadratmeter großem Grundstück ein Dorfladen entstehen. Das Gelände, auf dem sich das „Keller-Liesl-Haus“ befindet, wurde im Jahr 2015 durch die Gemeinde von einer Erbengemeinschaft abgekauft. Die Idee, dort einen Dorfladen zu errichten, kam laut Dinter im Rahmen einer Ortsteilbürgerversammlung im Herbst 2016 auf. „Es wurden mehrere Punkte besprochen, unter anderem auch die Zukunft des ‚Keller-Liesl-Hauses‘. Auf Zuruf von den Leuten wurden Ideen gesammelt.“ Eine neunköpfige Projektgruppe habe diese dann verfeinert. Übrig blieben die Vorschläge Mehrzweckraum, Dorfladen und Wohnungen. Ideen, wie ein Schlachthaus oder auf dem Grundstück alles beim alten zu belassen, wurden verworfen.

„Wir holten uns dann professionelle Hilfe bei dem Experten Wolfgang Gröll“, erklärte Dinter, da viele Fragen bezüglich Preisgestaltung, Personal und Sortiment offen waren. Gröll, der auch als „Dorfladen Papst Bayerns“ bekannt ist und bereits viele Dorfläden auf den Weg gebracht hat, informierte 85 BürgerInnen bei einer Auftaktveranstaltung vor einigen Wochen im Schützenheim Haid über das Projekt. Um festzustellen, ob ein Dorfladen in Haid überhaupt eine Chance hätte, wurde an alle Haushalte ein Fragebogen verteilt, in welchem die Bürger über ihr Einkaufsverhalten und ihre Wünsche für den Dorfladen befragt wurden.

Vor gut eineinhalb Wochen endete die Befragung. In zwei bis drei Wochen werde das Ergebnis da sein, so Dinter. „Ein erster Blick auf die gut 210 Rückmeldungen verrät, dass die Mehrheit für einen Dorfladen stimmte“, erklärte Dinter weiter. Auf die Frage, ob der geplante Laden eher von alteingesessenen oder neuzugezogenen Bürgern genutzt werden würde, fand Dinter eine einfache Antwort: „Von beiden Seiten, aber aus unterschiedlichen Gründen.“

So könne der Laden für ältere Menschen als eine Art „Treffpunkt“ genutzt werden, „zum Café trinken oder zum Ratschen“, da zudem die Vorstellung eines kleinen, im Laden integrierten Cafés besteht. Jüngere Familien könnten den Laden aktiv nutzen, um ihre Einkäufe zu tätigen.

Von Maria Lindner

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