Trotz vereinzelter Kritik Bebauungsplan aufgestellt – Mit Vorplanung soll Förderung geklärt werden

Nächster Schritt zum Dorfladen

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Im Januar wurde das alte „Keller-Liesl-Haus“ in Haid bereits abgerissen.

Wessobrunn/Haid – Im Herbst letzten Jahres erhielt ein Architekturbüro den Zuschlag, die Pläne zu erstellen. Im Januar wurde das „Keller-Liesl-Haus“ in Haid abgerissen und in dieser Woche machte der Wessobrunner Gemeinderat die nächsten Schritte, um das Dorfladenprojekt, das nach wie vor Kritiker hat, auf den Weg zu bringen.

Im aktuellen Sachstandsbericht stellte Bürgermeister Helmut Dinter kurz die Pläne vor, die mit dem Dorfladenexperten Wolfgang Gröll abgestimmt waren und sich gegenüber dem letzten Stand nur geringfügig änderten. Am Auffälligsten bei der nun vorliegenden Vorplanung war die etwas andere Gestaltung der Außenfassade, die jetzt eine Holzverschalung bekommt, um damit ländlicher zu wirken. Weitere Änderungen, vor allem in Innenbereich, seien aber nicht ausgeschlossen, führte Dinter aus.

Ungeachtet dessen sollen mit den jetzt vorliegenden Plänen die Fördermöglichkeiten abgeklopft werden, um danach ein Finanzierungskonzept zu erstellen.

Bevor der Gemeinderat die Vorgehensweise mit einer Gegenstimme absegnete, äußerte Uli Klitzner noch einmal seine Bedenken über die Größe des Gebäudes. „Das neue Haus ist viel höher als das alte. Für mich ist der Vorschlag zu mächtig“, monierte Klitzner, der damit in eine ähnliche Kerbe schlug wie Klaus Papenfuß, der die Planung in einem mehrseitigen Flugblatt an die Gemeinderäte heftig kritisierte. Kritik kam dann auch beim zweiten, das Thema betreffenden, Tagesordnungspunkt auf. Beim Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für dieses Projekt monierte Helmut Geisenberger die aus seiner Sicht unnötige Eile. „Vielleicht stellt sich heraus, dass es gar nicht finanzierbar ist“, plädierte Geisenberger für eine Vertagung. Gleichzeit löste er eine Diskussion über die Anzahl der Wohnungen sowie die unterschiedliche Behandlung von privaten und öffentlichen Bauprojekten aus. Hermann Lautenbacher verteidigte dabei vehement die aktuellen Pläne: „Günstigen Wohnraum können nur Kommunen schaffen.“ Dinter erläuterte zudem die Idee hinter dem frühzeitigen Aufstellen des Bebauungsplans. „Erfahrungsgemäß dauert das sehr lange und wenn das Projekt steht, möchten wir doch schnell beginnen können.“ Dieser Meinung schloss sich letztlich auch die Mehrheit des Gremiums an, das dann mit vier Gegenstimmen die Aufstellung absegnete.

Von Roland Halmel

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