In die Zukunft gedacht

E-Mobilität und Fahrradinfrastruktur beim Berufsschulneubau

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Auf der Großbaustelle des Berufsschulneubaus geht es stetig voran.

Weilheim – Die Themen Fahrradinfrastruktur und E-Mobilität sind momentan in aller Munde. Auch beim Neubau der Berufsschule in Weilheim bleiben sie nicht außen vor.

Behandelt wurden sie in der letzten Kreisausschusssitzung, bei der es auch einen Bericht zum Projekt- und Kostenstand des Bauvorhabens gab. Unter anderem wurden die Zimmererarbeiten begonnen und der Zentralbau wurde bereits mit dem Dachtragwerk und einer Notabdichtung versehen. Insgesamt liege die Baustelle weiterhin gut im Zeitplan, wie den Sitzungsunterlagen zu entnehmen ist.

Das Gleiche gilt für den Kostenrahmen, wie Florian Steinbach, Leiter der Kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung im Landratsamt, bestätigte. Momentan liegt die Gesamtkostenprognose, ohne Projektreserve, bei etwa 69,7 Mio. Euro. Allerdings komme es auch noch darauf an, wie gut beziehungsweise schlecht die nächsten Vergaben laufen würden. Insgesamt sind 68 Prozent der ausgeschriebenen Gewerbe vergeben und bisher gibt es keinen Grund zu klagen. Es konnte sogar ein Puffer von circa 1,5 Mio. Euro geschaffen werden, so Steinbach. Daher fallen für die zusätzliche Ausstattung für den Bereich Kfz-Mechatronik/Ausbildung in puncto E-Mobilität und die verbesserte Infrastruktur für Fahrräder auch keine Mehrkosten an.

Wie Steinbach berichtete, habe die Elektromobilität zum Planungsbeginn der Berufsschule noch keine so große Rolle in der Ausbildung gespielt. Allerdings empfehlen inzwischen unter anderem die Innungen ihren Betrieben, verstärkt in diesem Bereich auszubilden. Daher sei die Berufsschule an den Landkreis herangetreten, sagte Steinbach. Die Räumlichkeiten sind schon in der Planung enthalten, jedoch werden noch Mess- und Experimentierplätze benötigt. Die Kosten hierfür liegen insgesamt bei 350 000 Euro.

Ebenfalls in der bisherigen Planung nicht vorhanden ist ein Wetterschutz beziehungsweise eine Überdachung der Fahrradstellplätze, die in Verlängerung des südwestlichen Gebäudeflügels angeordnet sind. Grund dafür waren die Kosten. Eine Erhebung der Landkreisverwaltung an allen Schulstandorten habe zwischenzeitlich aber ergeben, dass in vielen Fällen die „dringende Notwendigkeit“ für zusätzliche überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder besteht. „Damit sollen auch die Überlegungen zur Optimierung der Verkehrsinfrastruktur und insbesondere des Landkreisradwegekonzepts positiv unterstützt werden“, wie es in der Beschlussvorlage weiter heißt. Geplant sei eine Überdachung aus Stahl, so Steinbach. Die Kosten belaufen sich dafür auf 110 000 Euro. Beide Beschlüsse wurden einstimmig abgesegnet.

Der Hebauf für den Berufsschulneubau ist für den 24. April vorgesehen. Er soll nach der letzten Sitzung des bisherigen Kreistags stattfinden.

Und auch was die „Kunst am Bau“ anbelangt, gibt es Neuigkeiten. Insgesamt seien 160 Bewerbungen eingegangen, sagte Steinbach. Bei ihrem ersten Treffen im Januar hätte die Jury daraus zehn Künstler ausgewählt. Diese haben nun bis in den Mai hinein Zeit, einen konkreten Entwurf vorzulegen. Im Juni sollen dann die Preisträger ermittelt werden. Ob es sich dabei um einen oder zwei Gewinner handle, hänge laut Steinbach von der Qualität und den Kosten der Entwürfe ab.

Von Sofia Wiethaler

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