EEG-Inbetriebnahme für ersten Bauabschnitt der Sonnenwiese Dornbichl in Peißenberg

Luftaufnahme Solarwiese Dornbichl Peißenberg
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Fügt sich schonend in die Landschaft ein: Die „Solarwiese Dornbichl“ im Norden Peißenbergs.

Peißenberg – Das von der Peißenberger Energiegenossenschaft in Kooperation mit den Gemeindewerken initiierte Freiflächenphotovoltaikprojekt „Sonnenwiese Dornbichl“ schreitet weiter voran: Nach nur drei Wochen Bauzeit konnte – standesgemäß bei strahlendem Sonnenschein – für den mit 748 kWp kleineren Teil der Anlage der „Glühlampentest“ erfolgreich über die Bühne gebracht werden.

Die von Bürgermeister Frank Zellner scherzhaft genannte „Jungfernlichtprobe“ war nicht nur ein symbolischer Akt, sondern ein Beleg für die offizielle Inbetriebnahme nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Damit wurden für den Anlagenteil die noch im Dezember geltenden Einspeisevergütungen langfristig gesichert. Zum Jahreswechsel werden selbige nämlich sinken. Deshalb war für das mit den Bauarbeiten beauftragte Technologieunternehmen „Vispiron“ Eile geboten: „Die Schnelligkeit war die große Herausforderung bei dem Projekt“, gestand „Vispiron“-Vertriebsleiter Markus Scheungrab bei der EEG-Inbetriebnahme, „aber es hat alles funktioniert. Es ist eine Ehre, so etwas in Peißenberg bauen zu dürfen.“ Im Frühjahr werden dann die Module für den zweiten Bauabschnitt mit einer Leistung von 1 601 kWp installiert. Die Unterkonstruktionen dafür wurden bereits errichtet. Im März 2021 soll die Gesamtanlage schließlich fertiggestellt sein und erstmals Strom ins Netz einspeisen. „Peißenberg ist bekannt dafür, dass die Sonne viel und oft scheint. Wir erwarten für die Anlage eine gute Performance“, so Scheungrab.

Beim Projekt „Sonnenwiese Dornbichl“ verlief nach der Einigung mit den Anliegern bezüglich der Standortfrage bislang alles nach Plan. Die Energiegenossenschaft hat über 500 000 Euro an Finanzierungsgeldern von privaten Investoren und den Gemeindewerken (Löwenanteil von 200 000 Euro) einsammeln können. Der Rest der Gesamtkosten (1,3 Millionen Euro) wird über ein Darlehen abgedeckt – „zu besten Ratingbedingungen“, wie Alexander Rossner, der Aufsichtsratsvorsitzende der Energiegenossenschaft, betonte. Die „Sonnenwiese“ sei ein „herausragendes Projekt“, das ohne die „tatkräftige Unterstützung“ der Gemeinde und der Gemeindewerke nicht möglich gewesen wäre. „Das Ganze schreit nach Fortsetzung“, kündigte Rossner weitere Vorhaben an. Demnächst werde man sich um ein Erbpachtgrundstück bei der Gemeinde bewerben. Auch Zellner verwies auf die gute Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft: „Das wird sicher nicht die letzte Sache gewesen sein, die wir gemeinsam machen.“

Von Bernhard Jepsen

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