Ehrung für Hans-Peter Hösle

Ehemaliger Koordinator des Peißenberger Gabentischs erhält Verdienstmedaille

Frank Zellner, Hans-Peter Hösle und die ehemaligen Gabentischkollegen Rudolf Fischer, Marinus Riedl, Henriette Ursel und Karl-Heinz Ende bei der Verleihung der Verdienstmedaille.
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„In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste“, verlieh Frank Zellner (3.v.re.) im Namen des Bundespräsidenten die Verdienstmedaille an Hans-Peter Hösle (2.v.li.). Mit anwesend bei der Zeremonie im Rathaus waren (v.li.) die ehemaligen Gabentischkollegen Rudolf Fischer, Marinus Riedl, Henriette Ursel und Karl-Heinz Ende.

Peißenberg – Um sozial schwächer gestellte Bürger und Familien kostengünstig mit alltäglichen Lebensmitteln zu versorgen, ist der ökumenische Gabentisch in Peißenberg nicht nur auf Spenden angewiesen, sondern auch auf Helfer wie Hans-Peter Hösle. 

13 Jahre lang war der gebürtige Allgäuer im Leitungsteam der von der evangelischen und katholischen Kirche sowie der Caritas getragenen Einrichtung aktiv, davon lange Zeit als Hauptkoordinator. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Hösle nun die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Medaille ist die höchste Anerkennung, die hierzulande für Engagement um das Gemeinwohl vergeben wird.

Überreicht wurde die Auszeichnung samt einer von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterschriebenen Urkunde von Bürgermeister Frank Zellner. Bei einer coronabedingt kurz gehaltenen Übergabezeremonie im Rathaus betonte das Gemeindeoberhaupt in seiner Laudatio, dass Hösle seine ehrenamtliche Tätigkeit mit „Offenheit, Zuverlässigkeit, Fleiß und Durchhaltevermögen“ betrieben habe. Zudem habe er 2019 seinem Nachfolger Rudolf Fischer ein „perfektes Arbeitssystem hinterlassen“ und wichtige Impulse für die langfristigen Strukturen gegeben. Lob gab es bei der Medaillen-Übergabe auch von seinen ehemaligen Leitungsteam-Kollegen. „Ich habe ihn nie ärgerlich erlebt“, erinnerte sich Karl-Heinz Ende: „Man musste keine Angst haben, wenn man ihn anrufen wollte.“ Und Marinus Riedl vom Caritasverband Weilheim-Schongau meinte zu Hösle: „Er war immer kollegial, zuverlässig und vorausdenkend. Bei ihm sind die Fäden zusammengelaufen.“

Hösle reagierte auf die lobenden Worte gerührt und bescheiden. „Das ist eine Ehrung mit der ich nie gerechnet habe. Es ist mir fast ein bisschen peinlich.“ Die Auszeichnung wolle er deshalb stellvertretend für sämtliche Gabentisch-Helfer in Empfang nehmen. Hösle war seit dessen Gründung im Jahr 2006 beim Gabentisch aktiv. Nach dem Ende seiner beruflichen Laufbahn als Qualitätssicherungsleiter wollte er sich im sozialen Bereich engagieren. Den Anfang beim Gabentisch bezeichnet Hösle im Rückblick als „lustig“. Auf einem Formular, das abfragte, in welchem Aufgabenbereich er denn aktiv sein wolle, kreuzte der damalige Jung-Rentner den Bereich „Organisation“ an: „Ich habe gedacht, dass man da am wenigsten Arbeit hat“. Doch genau das Gegenteil war der Fall: Hösle landete im Leitungsteam und war fortan viele Stunden in der Woche für den Gabentisch unterwegs. Die Arbeit hat ihm aber immer „riesigen Spaß gemacht“. Vor allem das gute Miteinander im Team hat er genossen. Die Wertschätzung gegenüber seiner Person war jedoch ebenso hoch. „Man hat immer gesagt: ‚Jetzt kommt der Chef‘ – obwohl ich das nie sein wollte“, erinnert sich Hösle: „Aber irgendeiner muss ja da sein, der den Gesamtüberblick hat.“

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