Ehemaliger Minenjäger wird in Wilhelmshaven instand gesetzt

Unterstützung aus Weilheim

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Michael Steinert vom Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven mit den Unterstützern aus Weilheim: Hans Stibich, 1. und Kurt Scholz, 2. Vorstand der Marinekameradschaft, Bernhard Decker, Franz Abenthum, Theo Schägger, Egon Entenmann und  Dennys Stibich.

Weilheim/Wilhelmshaven – Das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven hat zur Zeit Besuch aus dem Süden des Landes. Mitglieder der Marinekameradschaft Weilheim unterstützen das Museum bei der Instandhaltung eines ihrer schwimmenden und begehbaren Exponate.

Sieben Mitglieder der Marinekameradschaft Weilheim um ihren ersten Vorsitzenden Hans Stibich krempeln die Ärmel hoch und übernehmen auf der „Weilheim“, dem ehemaligen Minenjagdboot, „dringend notwendige Arbeiten“, heißt es in einer Mitteilung des Marinemuseums.

Das älteste Mitglied der schwimmenden Museumsflotte wird derzeit erstmalig durch ein eigenes „PönEx-Team“ – pönen steht in der Marinesprache für streichen, Farbe auftragen – wieder auf Vordermann gebracht.

Die Mitglieder der Marinekameradschaft sind in ihrem Urlaub Richtung Norden gereist, um das Deutsche Marinemuseum beim Erhalt des Bootes, welches seit der Museumsgründung im Jahre 1998 zu den begehbaren Exponaten gehört, zu unterstützen. Die tatkräftigen Helfer aus Weilheim werden in Wilhelmshaven dringend gebraucht, da das nach traditioneller Holzbauweise gefertigte Boot mit seinen Tropenholz getäfelten Decks eine spezielle Pflege benötigt.

Die Stadt Weilheim als ehemalige Patenstadt des Bootes blickt auf eine lange Marinetradition zurück. Franz Hipper (1863-1932, ab 1916 Ritter von Hipper) hatte als Vizeadmiral während der Seeschlacht vor dem Skagerrak in den Gewässern vor Jütland die Aufklärungsgruppe der Hochseeflotte befehligt. Seine Verdienste in der Kaiserlichen Marine führten in seiner Heimatstadt zu einem gesteigerten Interesse an der Marine, welches zur Gründung der Marinekameradschaft beitrug.

Als Ortsgruppe gegründet, unterstützte die Kameradschaft bald auch die Stadt Weilheim bei ihren Bestrebungen, eine Schiffs- beziehungsweise Bootspatenschaft zu übernehmen. Eine Patenschaft der Stadt wurde ursprünglich vom damaligen Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Strauß und dem damaligen Bürgermeister Weilheims, Dr. Josef Machon, vorgeschlagen.

Von 1959 bis 1995 war die „Weilheim“ als Minensuch- und nach einem Umbau in den 1970er Jahren als Minenjagdboot im Dienste der Bundesmarine und Deutschen Marine. Bei einem privaten Museumsbesuch von Mitgliedern der Marinekameradschaft Anfang 2016 wurde das Interesse für den Minenjäger wieder geweckt. Auch die Stadt Weilheim selbst zeigt sich an ihrem ehemaligen Patenboot interessiert und unterstützt die angereisten Mitglieder bei den Fahrtkosten.

Von Kreisbote

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