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Ehemaliges Peißenberger Krankenhaus soll jetzt veräußert werden: Marktgemeinde am Kauf interessiert

Zieht Tagespsychiatrie nach Weilheim um?

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Die Tagespsychiatrie im ehemaligen Peißenberger Krankenhaus bekommt einen neuen Vermieter. Ihr Betreiber ist eine Tochter der Kliniken des Bezirks Oberbayern.

Peißenberg/Weilheim – Die Zukunft der Immobilie war lange ungewiss: Nun ist die Krankenhaus GmbH offensichtlich mit einem Interessenten im Gespräch, der das einstige Krankenhaus übernehmen möchte. Um wen es sich dabei handelt, gab Landrätin Andrea Jochner-Weiß beim Jahrespressegespräch in Weilheim nicht preis.

In dem Gebäude an der Hauptstraße, das sich im Besitz der „Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See“ (früher Bundesknappschaft) befindet, sind derzeit die „Ökumenische Sozialstation Oberland“, eine Tagespsychiatrie der „Lech-Mangfall-Kliniken“ mit Institutsambulanz und der interkommunale Treffpunkt (iku) untergebracht. Wie die Landrätin am Dienstag erklärte, will die „Knappschaft-Bahn-See“ noch heuer aus der Krankenhaus GmbH aussteigen, in die sie 1994 als Mitgesellschafterin eine Mio. D-Mark eingebracht hatte.

Der Landkreis investiert beim Klinikumbau in Weilheim in ein weiteres Interimsquartier. Im Wirtschaftshof wird eine zweistöckige Ausweichstation mit 48 Betten errichtet (wir berichteten). Nach Abschluss der Generalsanierung, so Jochner-Weiß, könnte „frühestens 2020“ die Tagesklinik von Peißenberg nach Weilheim umziehen. „Die Lech-Mangfall-Kliniken wollen nach Weilheim“, sagte die Landrätin und betonte, dass die Tagespsychiatrie immer stärker nachgefragt wird. Vor diesem Hintergrund sollen in Weilheim neben der Tagespsychiatrie noch 15 Betten stationär vorgehalten werden.

Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni bestätigte am Mittwoch auf Anfrage des Kreisboten, dass die Marktgemeinde gegenüber der „Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See“ ihr Interesse am Erwerb des ehemaligen Krankenhauses signalisiert habe. „Wir haben auch im Gemeinderat darüber gesprochen“, berichtete Vanni. Näher könne sie sich nicht äußern, nur soviel: „Es müssen noch viele Gespräche geführt werden.“

Der Mietvertrag mit der „Ökumenischen Sozialstation Oberland“, die in dem Gebäude ihre Zentrale und 15 Büroarbeitsplätze hat, ist bis Ende Juli befristet. „Wir sind am Sondieren, würden gerne bis Jahresende verlängern und schauen uns auch nach anderen Möglichkeiten um“, sagte Geschäftsführerin Claudia Hörbrand dem Kreisboten.

Von Maria Hofstetter

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