Landkreisbürger erhalten Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

"Das bekommt nicht jeder"

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Die Geehrten (vorne v. li.) Josef Hammerschmid, Helge Folkerts, Susanne Siegler und Rupert Habersetzer zusammen mit (hinten v. li.) Josef Mayr, Falk Sluyterman van Langeweyde (Bürgermeister Schongau), Renate Dodell, Andrea Jochner-Weiß, Bernhard Kamhuber (Bürgermeister Huglfing) und Michael Asam (Bürgermeister Peiting).

Landkreis – Menschen, die sich neben ihren alltäglichen Pflichten und Aufgaben in ihrer Freizeit zusätzlich ehrenamtlich betätigen und sich um andere kümmern, sind eine wichtige Stütze der Gesellschaft. Um diese Menschen in ihrem freiwilligen Amt zu bestärken und dieses zu würdigen, wird seit 1994 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen. Dieses wurde vergangenen Donnerstag auch zwei Frauen und zwei Männern von Landrätin Andrea Jochner-Weiß im Weilheimer Landratsamt überreicht.

Es sei schon eine besondere Ehre, das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen zu bekommen, erklärte die Landrätin zu Beginn der Veranstaltung. „Das bekommt nicht jeder. Man muss ehrenamtlich schon viel für die Gesellschaft leisten“, fügte die Landrätin anschließend hinzu.

Diese Anforderungen erfüllen Helge Folkerts aus Bernried und Susanne Siegler aus Schongau, die sich seit 21 beziehungsweise 20 Jahren als ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen im Hospizverein Pfaffenwinkel engagieren. Die Vorsitzende des Vereins, Renate Dodell, hat die beiden Frauen zu dieser Auszeichnung vorgeschlagen. Folkerts und Siegler begleiten schwerstkranke Menschen jeden Alters und jeder Herkunft auf dem letzten Weg ihres Lebens. Ziel sei es, bis zuletzt mit ganzheitlicher Betreuung und Begleitung eine möglichst gute Lebensqualität und ein würdevolles Sterben zu ermöglichen, so die Laudatio. Dabei geht es nicht nur um die Betroffenen, auch den Angehörigen, Familien und Freunden schenken die Hospizbegleiterinnen neue Kraft. „Sie haben zu einer lebendigen und sozialen Gesellschaft beigetragen“, so Jochner-Weiß.

Josef Hammerschmied aus Huglfing setzt sich bereits seit 30 Jahren ehrenamtlich für den Erhalt von Tradition und Brauchtumspflege ein. Um dieses Engagement zu würdigen hat Gauvorstand Josef Mayr Hammerschmied für die Ehrung vorgeschlagen. Seit 1987 ist dieser im Gauausschuss tätig und als Bindeglied zwischen seinen Trachtenvereinen und dem Gauausschuss ein „unverzichtbares Bindeglied“, so die Laudatio. Als Gaugebietsvertreter ist er für den Trachtenverein seines Wohnortes sowie die Ortschaften Oberhausen, Peißenberg, Schöffau, Söchering, Spatzenhausen und Uffing zuständig. Neben dem ehrenamtlichem Engagement bei der katholischen Kirche in Huglfing ist Hammerschmied zudem Mitglied im Krieger- und Reservistenverein.

Im Schützenverein 1882 Markt Peiting e. V. ist Rupert Habersetzer seit 46 Jahren eine „tragende Säule“. Seit sechs Jahren Gaujugendleiter und seit 24 Jahren zweiter Jugendleiter nimmt er „die Jugend und interessierte Nachwuchsschützen sehr ernst“. Laut Jochner-Weiß sei gerade dies ganz besonders wichtig. Er organisiert mit Freude das Jugendtraining, die Ausflüge und die Jugendversammlungen. Der gelernte Zimmerer setzte seine Fähigkeiten auch bei allen Baumaßnahmen des Schützenhauses ein. Aus diesen Gründen schlug Schützenmeister Martin Fischer den Gaujugendleiter für die Ehrung vor.

Als Zeichen der Würdigung und Anerkennung überreichte die Landrätin den Geehrten eine Urkunde des Bayerischen Ministerpräsidenten und steckte jedem das Ehrenzeichen an, ehe mit Sekt angestoßen wurde.

Von Maria Lindner 

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