Christine Eberle und Franz Vielhuber mit Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten gewürdigt

Ein Segen für die Gemeinschaft

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Mit Christine Eberle (3.v.li.) und Franz Vielhuber (mi.) freuten sich (v.li.) Norbert Eberle, Angelika Klennert (Vorstand Hospiz), Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Gisela Vielhuber, die Pollinger Bürgermeister Martin Pape (2.) und Felicitas Betz (1.) sowie Kulturreferent Michael Jarnach, der Vielhuber für die Ehrung vorgeschlagen hat.

Weilheim/Landkreis – Als sich Christine Eberle und Franz Vielhuber, jeweils begleitet von ihren Ehepartnern, auf den Weg ins Weilheimer Landratsamt machten, lagen dort für sie die Ehrenzeichen und Urkunden des Bayerischen Ministerpräsidenten schon bereit.

Zu dem „besonderen Ereignis“, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Verleihung nannte, hatte sich für die Peitingerin und den Pollinger eine kleine Gratulantenschar eingefunden.

Seit knapp 20 Jahren begleitet Eberle im Hospizverein Pfaffenwinkel ehrenamtlich Schwerstkranke auf ihrer letzten Wegstrecke. Auch den Angehörigen gibt sie „viel Sicherheit im Umgang mit dem bevorstehenden Abschied“, dankte ihr die Landrätin. Ergänzend zur professionellen Arbeit von Hospizschwestern und Ärzteschaft seien ehrenamtlichen Hospizhelfer unverzichtbar. „Während andere einen Bogen um schwerstkranke Menschen machen, helfen Sie den Sterbenden ihre Leiden zu ertragen und die Ängste zu nehmen“, fuhr Jochner-Weiß in ihrer Laudatio fort. Das in solchen Stunden Erlebte erfordere viel Zeit, Kraft und Einfühlungsvermögen. Für ihr segensreiches Wirken im Stillen wurde die 68-Jährige von der Vorsitzenden des Hospizvereins, Renate Dodell, zur Ehrung vorgeschlagen. „Sie dürfen diese Auszeichnung mit Stolz tragen, Sie haben Sie verdient“ wandte sich die Landrätin an Eberle, die bescheiden feststellte, sie fühle sich in ihrer Arbeit selbst beschenkt.

Sein umfassendes Wissen über den Wein hat Franz Vielhuber den Spitznamen „Weinerer“ eingebracht. Der seine Ziele beharrlich verfolgende Pollinger (75) rief 1992, lange bevor es Agenda-Gruppen gab, den „Arbeitskreis Dorf“ ins Leben. Jahrzehntelang wurde mit diesem Bürgerforum das Dorfbild bewahrt und weiterentwickelt, so die Landrätin. Auf seine Initiative hin wurde nach Thomas Manns gleichnamigem Roman der „Doktor-Faustus-Weg“ errichtet. Vielhuber gründete die Aktionsgruppe „Pollinger Wein“, organisierte vor der 1250-Jahrfeier des Klosterdorfs eine Erkundungsfahrt zu ehemaligen Weingütern des Pollinger Klosters in den Meraner Raum. Über den historischen Weintransport via Pferdekutsche von Meran nach Polling berichtete auch das Fernsehen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf von Pollinger Wein werden Hospiz, Museum und Gemeinde unterstützt. „Polling wurde durch Ihre Aktivitäten aufgewertet und belebt“, zollte die Landrätin Vielhuber Respekt, der sich mit Zitaten für die Ehrung bedankte und sie als Ansporn für weiteres Wirken betrachtet.

Von Maria Hofstetter

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