Einfamilienhäuser in Murnau und Dießen durchwühlt – Täter sind flüchtig

Einbrecher in der Winterzeit besonders aktiv

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Die Polizei sucht nach Zeugen.

Murnau/Dießen – Seit der Umstellung auf die Winterzeit werden die Tage immer kürzer. Die Einbruchgefahr steigt, da sich die Täter die frühe Dunkelheit zunutze machen. Wie am Montag in Murnau, als Unbekannte in das Haus einer 92-Jährigen einbrachen.

Gegen 0.20 Uhr drangen zwei Männer in das Einfamilienhaus An der Tränk ein. Beim Durchsuchen ihres Anwesens wurde die 92-Jährige wach und stellte die Eindringlinge zur Rede. Ein Täter flüchtete sofort. Der andere hinderte die Seniorin am Absetzen des Hausnotrufes und flüchtete ebenfalls. Die Murnauerin überstand den Schreck unverletzt, die Einbrecher gingen leer aus. Laut Rosenheimer Polizeipräsidium gelangten die Täter durch das Aufhebeln der Terrassentüre ins Haus, die Fahndung verlief ergebnislos.

Die Seniorin beschrieb einen Täter als zirka 180 Zentimeter großen, etwa 25 Jahre alten Mann mit dunkler Kleidung und schwarzer Mütze. Sein Gesicht war mit einem Halstuch vermummt. Die Kripo Garmisch-Partenkirchen bittet Zeugen, sich unter Tel. 08821/917-0 zu melden.

Drei ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Dießen-Riederau. Ein Unbekannter stieg am Freitagabend, 3. November, durch das Toilettenfenster in ein freistehendes Einfamilienhaus ein, dessen Einwohner abwesend waren. Ihm fiel Schmuck im Wert von 7 500 Euro in die Hände. Vermutlich der selbe Täter versuchte in unmittelbarer Nähe in ein weiteres Einfamilienhaus einzubrechen. Diesmal hatte er kein Glück. Nach dem Aufhebeln der Terrassentüre bemerkte er die Bewohner und flüchtete. Nach dem Eindringling, der mit dunklem Anorak und Wollmütze bekleidet war, wird gesucht. Wem zwischen 18 und 23 Uhr in Riederau Verdächtiges aufgefallen ist, der sollte das der Dießener Polizei, Tel. 08807/9211-0, melden. Ein Dießener Ehepaar stellte am Mittwoch gegen 17 Uhr nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub ebenfalls Einbruchspuren am Haus in der Holzbauerstraße fest. Ihnen entstand ein Sachschaden von 1500 Euro. Geht auch dieser Einbruch auf das Konto des genannten Täters?

Auf Nachfrage des Kreisboten zeigte der Rosenheimer Polizeisprecher Thomas Schelshorn Möglichkeiten auf, sich vor Einbrüchen zu schützen. So gebe es in den Inspektionen kriminalpolizeiliche Fachberater, die über Sicherheitsmaßnahmen aufklären und Termine vor Ort anbieten. Bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort den Notruf 110 wählen. Der typische Einbrecher kommt, wenn die Bewohner abwesend sind. Schelshorns Tipp: Eine Zeitschaltuhr einbauen, die dem Einbrecher „vorgaukelt, dass jemand zuhause ist“.

Von Maria Lindner und Maria Hofstetter

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