Eine Nacht voller Musik, Kultur und Spaß

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war durch die Zeitumstellung um eine Stunde kürzer. Die Besucher der dritten „Weilheimer KultUHRNacht“ ließen sich ihren Spaß aber nicht nehmen. Weilheims Innenstadt bebte zwar nicht, wie es das Motto suggerierte, aber die Bars und Lokale waren proppevoll und die Stimmung ausgelassen.

Menschentrauben auf der Pöltner- und Lederer Straße, auf Einlass wartende Gruppen vor den Lokalen, auch in der dritten Wiederholung büßte die „KultUHRNacht“ gar nichts von ihrer Attraktivität ein. Dennoch gab es zwei Mängel: das nasskalte Wetter sowie die Baustelle auf dem Marienplatz. Dort hatte es in den vergangenen Jahren zusätzliche Angebote gegeben. Von diesen kleinen Mängeln ließen sich die Partygänger die Laune jedoch nicht verderben. In den Cafés, Bars wie auch den Restaurants der Fußgängerzone, der Peripherie und den Straßen der Innenstadt machten sie ab 20 Uhr die Nacht zum Tag. Einige Lokale waren so dicht gefüllt, dass später Gekommenen nur der sehnsüchtige Blick von außen durch die Scheiben blieb. Freie Plätze, neue Treffpunkte oder besondere Bands und Shows wurden per Handy umgehend an Freunde und Bekannte weitergegeben. Stellenweise drängte sich der Vergleich zum Münchner Nachtleben auf. „Das geht hier zu wie auf dem Stachus“, beschrieb eine Gruppe ihre Eindrücke. Die 20 Live-Acts, drei Kunstausstellungen wie auch die Aussicht auf gemeinsamen Spaß zogen die Nachtschwärmer unwiderstehlich an. Während die Kunstfreunde in den Ausstellungen bei Wein über Maltechniken und Bildaussagen diskutierten, amüsierten sich die Musikfans bei Blues, Jazz, Blechmusik oder hartem Rock. Die große Auswahl der verschiedenen Musik-richtungen, hatte für jede Altersgruppe etwas Anziehendes. Ab 22 Uhr schwenkte der Zug der Nachtschwärmer unaufhaltsam in Richtung Lohgasse ins „Pit Two“. Erst zaghaft, dann in immer größeren Gruppen. Die „Milestones“ brachten die Luft zum Kochen und trieben die Laune der Fans mit Rock vom Feinsten langsam, aber stetig nach oben. Die Servicekräfte leisteten Schwerstarbeit, um Bestellungen aufzunehmen sowie ohne einen Glasbruch oder Inhaltsverlust die Getränke an den Mann und die Frau zu bringen. In Weilheim war das Wort vom Endspurt fehl am Platze, denn auch nach Mitternacht war die Party noch lange nicht aus. Die Erwartungen zweier Partygängerinnen aus München und Peißenberg – gute Musik, Spaß, Freunde treffen – wurden nicht enttäuscht, wie sie nachts bestätigten. Die „KultUHRNacht 2010“ kann kommen.

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