Eine Nummer für jeden Fall – Ab 1. Dezember steuert die Notrufnummer 112 alle Einsätze über eine Zentrale in Weilheim

Markus Hanweber unterstützt die Einführung des neuen Systems. Foto: Wäspi

In einer Woche meldet sich unter der altbekannten Nummer der 112 die Integrierte Rettungsleitstelle (ILS) Weilheim, die sämtliche nicht polizeiliche Einsätze zentral koordinieren wird.

In der Weilheimer Johannes-Damrich-Straße laufen seit geraumer Zeit die Vorbereitungen zur Umstellung, die die Rettungsleitstelle Weilheim zur ILS macht. Das bedeutet nichts anderes, als dass ab dem 1. Dezember ab 9 Uhr sämtliche Rettungsdienste und Freiwilligen Feuerwehren zentral alarmiert und eingesetzt werden. Dem System angeschlossen haben sich die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen. Das heißt auch, dass die Bürger dieser Landkreise in Notfällen künftig immer die ab dann vereinheitlichte Notrufnummer 112 zu wählen haben, sei es ob sie einen Rettungsdienst brauchen oder die Feuerwehr. Die bisherige Nummer 19222 für Krankentransporte, so Helmut Stork, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes, werde zwar nicht abgeschaltet. Sie werde aber nicht mehr möglich sein ohne Vorwahl, die 112 hingegen schon, egal wo der Notruf getätigt wird. Markus Hanweber, derzeit Vertreter des Leiters der ILS Helmut Ochs – dieser befindet sich auf einer Schulung –, hat diese Umstellung als Leiter in Hof bereits durchgeführt und unterstützt momentan die ILS Weilheim. „Wir sind zuversichtlich, dass die Umstellung reibungslos ablaufen wird“, verkündete er. Ein großer Vorteil sei, dass allein die ILS Notrufe ausrufen kann, während bislang mehrere Stellen dazu befugt waren, weshalb es zu Überschneidungen kommen konnte. Durch eigens geschulte Disponenten würde die Einsatzkoordinierung fortan noch professioneller werden. In jüngster Zeit sorgte ein anonymer Brief für Zündstoff, der „nicht mehr ertragbare Verhältnisse“ der Mitarbeiter schilderte. In einer Pressekonferenz (wir berichteten) dementierte dies die zuständige BRK-Landesgeschäftsstelle: Zwar sei die Belastung durch Umschulungen zum neuen System „enorm hoch“, die personelle Besetzung sei aber die eines „Normalbetriebes“.

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