Für ein selbstbestimmtes Leben

In einem abgelegenen Dorf in Togo eröffnet erstmals eine Schule – Dank vieler Weilheimer

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In einem abgelegenen Dorf in Togo konnte dank vieler Spenden aus Weilheim erstmals eine Grundschule eröffnet werden.
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In einem abgelegenen Dorf in Togo konnte dank vieler Spenden aus Weilheim erstmals eine Grundschule eröffnet werden.
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In einem abgelegenen Dorf in Togo konnte dank vieler Spenden aus Weilheim erstmals eine Grundschule eröffnet werden.

Weilheim – Kagnibara ist ein abgelegenes Dorf. Die nächstgrößere Stadt ist rund zwei Stunden entfernt und nur über eine staubige Sandpiste zu erreichen. Die Bewohner leben weit verstreut in Hütten ohne Strom, Wasser und Abwasserentsorgung. Eine Schule gab es dort bis vor Kurzem auch nicht. Doch das hat sich jetzt geändert. Wie es dazu kam, erzählt Uta Orawetz.

„Innerhalb von zwei Jahren haben wir Weilheimer über 53 000 Euro gesammelt und damit den Bau des Schulgebäudes mit drei Klassenräumen, Latrinen und den gesamten Schulmöbeln finanziert“, freut sich Orawetz, die die Spenden initiiert und mit ihren beiden Derpart-Reisebüros unterstützt hat. Das Geld ging dann an die Stiftung Fly & Help. 100 Prozent der Spenden flossen in den Bau der Schule. Mit der Realisierung beauftragt war der Verein PIT-Togohilfe, deren Vorsitzende Margarete Kopp seit Jahrzehnten unzählige Sozialprojekte in Togo (Schulen, Kindergärten, Waisenhäuser, Krankenhäuser, Patenschaften) wesentlich begleitet und umsetzt.

Um sich selbst ein Bild zu machen, ging es für Orawetz und andere Weilheimer nach Togo. „Der Höhepunkt der Reise war die Schuleinweihung.“ Eine Schule besuchen zu dürfen, empfänden die Togoer als großes Geschenk, das nicht selbstverständlich ist, erklärt Orawetz. „Es war ein bewegendes Fest, zu der togoische Politiker aus Nah und Fern gekommen sind und das mit Musik, Tanz, Reden und Essen groß gefeiert wurde.“ Auch Orawetz durfte eine Rede halten. „Es war mir ein Anliegen, den Menschen zu sagen, dass es jedes Mädchen und jeder Bub auf der Welt gleichermaßen wert ist, in eine Schule gehen zu dürfen und lebenslanges Lernen und Fleiß die beste Voraussetzung für ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung sind.“

Während ihres Aufenthalts sei es Orawetz deutlich geworden, dass es eine gute Entscheidung war, in dieser vergessenen Region eine Schule zu bauen. Die Menschen würden sich mühsam mit ihrer Arbeit in der Landwirtschaft rund 30 Euro pro Monat verdienen. „Industrie und Handel gibt es dort quasi nicht.“ Alte europäische Nähmaschinen mit Fußkurbel sehe man gelegentlich vor den Hütten, mit denen Frauen und Männer Kleidung nähen. Strom gebe es in Kagnibara

nur im Ausnahmefall über ein Notstromaggregat. Wasser für den Bau der Schule musste mühevoll über einen weit entfernten Brunnen zur Schule gebracht werden.

Mit der Errichtung der Grundschule wurde den Menschen zweifelsohne geholfen. Doch es gibt noch viel zu tun. „Die Schule braucht dringend einen eigenen Brunnen, um sauberes Trinkwasser für die Kinder zu haben“, erzählt Orawetz. Und es gebe einen Punkt, der ihr besonders am Herzen liegt. „Dies sind Kinder, die in extremen Notlagen sind, sei es durch fehlende Elternteile oder Krankheit der Eltern und damit dem fehlenden Einkommen in der Familie.“ Diese Kinder hätten keinerlei Versorgung, da es in Togo kein Sozialsystem gibt. „Unsere kleine Reisegruppe hat drei Patenkinder übernommen. Jetzt hoffen wir, dass wir Menschen finden, die bereit sind, mit 30 Euro im Monat ebenfalls eine Patenschaft zu übernehmen.“ Die Patenkinder würden von der PIT Togohilfe viermal jährlich besucht und betreut. „Damit wird sichergestellt, dass die Spenden in der Familie des Kindes ankommen.“

Bei Interesse an einer Patenschaft ist Orawetz unter Tel. 0881/3000 zu erreichen. Zudem wolle sie weiterhin Spenden sammeln, die für das Brunnenprojekt verwendet werden. Mehr Infos dazu auch bei Orawetz.

Von Kreisbote

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