Schüler informieren

Elektromobilitätsmesse des Staffelsee Gymnasiums Murnau

Stand zum Thema Hybrid
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Schulleiter Tobias Schürmer (vorne) im Dialog mit Schülern zum Thema Hybrid.

Murnau – Es ist 18 Uhr. Schulleiter Tobias Schürmer begrüßt alle Gäste zur Elektromobilitätsmesse in der Aula des Staffelsee Gymnasiums Murnau. Lehrkräfte, Eltern von Ausstellern und ein paar Schüler*innen sind gekommen, um mehr über Elektromobilität zu erfahren.

An den drei Ständen werden gleichermaßen positive und negative Aspekte angesprochen. Jeder der zwölf Schüler hat sich dabei innerhalb des letzten Jahres im Rahmen eines Seminars zur Berufs- und Studienorientierung mit einem bestimmten Fachbereich der E-Mobilität auseinandergesetzt und präsentiert im Verlauf einer Woche seine Ergebnisse visuell über Power-Point-Präsentationen. Dadurch gelingt es den angehenden Studenten mit den Besuchern persönlich ins Gespräch zu kommen und dabei professionell zum Thema zu informieren, was auch Schulleiter Tobias Schürmer in seinen Begrüßungsworten aufgreift: „Das, was man selbst durchdrungen hat, anderen zu präsentieren, hat man selbst verstanden.“ Das Projektseminar leistet dabei einen wichtigen Beitrag. Schürmer findet es gut, dass junge Menschen auch einen kritischen Blick auf die aktuellen Themen werfen. „Das, was wir euch an der Schule beibringen, hilft euch, die Welt ein Stück weit besser zu machen“, fährt er fort. Die Abwägung zwischen Pro und Contra spielt dabei eine wichtige Rolle. Genauso wie das Hinterfragen der Sachverhalte. „Der Mensch verbraucht Ressourcen und es ist wichtig, den CO2-Abdruck zu reduzieren. Manchmal ist das einfach, manchmal aber auch schwierig“, beendet er seine Ansprache.

Das Projektseminar wird anschließend von einem Aussteller näher beschrieben. Der Abiturient Tobias Andrae stellt die einzelnen Themenbereiche vor, welche seine Mitschüler und er gestaltet haben. Dabei geht es unter anderem um die Funktionsweise von Elektroautos, um die Lithiumgewinnung und darum, wie genau ein Hybridantrieb funktioniert. Die Seminarteilnehmer verwenden dabei sowohl digitale Präsentationen, die an die Wand projiziert werden, als auch Plakate. Diese können vor allem den Schüler*innen der Unter- und Mittelstufe, die im Rahmen des Physikunterrichts durch die Ausstellung geführt werden, komplexe Vorgänge vereinfacht erklären.

Der Sechstklässler Xaver Rasch, der durch seinen Vater animiert wurde zur Ausstellung zu kommen, ist begeistert von der Funktionsweise der Elektronik. Verständnisprobleme mit den Fachbegriffen hat er keine, da er sich sehr für die Themen interessiere. „Ich weiß, wie Elektromotoren funktionieren.“ In den nächsten Tagen wird er auf alle Fälle mit seiner Klasse die Ausstellung noch einmal besuchen und sein Wissen kindgerecht erweitern, was auch den Ausstellern sehr am Herzen liegt.

Die Schüler, die die Veranstaltung mit ihren Lehrkräften während der Unterrichtszeit besuchen, können auch Inhalte aus dem bayerischen Lehrplan heranziehen, um die Themen intensiver zu verstehen. So auch Lukas Nachtigall, der in die neunte Klasse des Staffelsee Gymnasiums geht. Seine Klasse und er haben bereits im Chemieunterricht gelernt, dass Lithium aus Salzseen in der Atacamawüste gewonnen wird. Und dies ist schlecht für die Umwelt, betont Nachtigall. Für ihn wäre dies ein schlüssiges Argument, sich kein Elektroauto anzuschaffen. Überzeugt ist er allerdings von der Leistung solcher Autos. Deshalb wäre es rentabel, über die Zukunft von Elektroautos nachzudenken.

Das Projektseminar unter der Leitung von Cornelia Nather stellt die Vorgänge zur Elektromobilität nicht nur an den drei Ständen dar, draußen auf dem Pausenhof werden auch zwei Elektroautos der Autohäuser Stanglmair und Mayr ausgestellt.

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Von André Nick Geiger

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