Weilheimer Band tritt im Bayernfinale des Emergenza-Wettbewerbs auf

Musikalische Primaten und eine Klo-Idee

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Beim Semifinale im Münchener Backstage haben „Mr. Serious & The Groove Monkeys“ bereits überzeugt. Nun müssen sie beim bayerischen Finale alles geben.

Weilheim – Das Semifinale des Emergenza-Bandwettwewerbs haben sie souverän mit 151 Stimmen gewonnen. Nun wollen „Mr. Serious & The Groove Monkeys“ mehr: Am Samstag, 31. Mai, rocken die fünf Musiker aus dem Landkreis beim Bayernfinale nochmal das Backstage. Ihr nächstes Ziel: das Deutschlandfinale in Berlin.

Sie kommen aus Weilheim, Wielenbach, Peißenberg und Böbing und haben sich im Herbst 2012 gefunden. Zahlreiche Auftritte in ganz Deutschland folgten seitdem. Das Konzert am Samstag ist ein Jubiläum: Zum 30. Mal stehen „Mr. Serious & The Groove Monkeys“ gemeinsam auf der Bühne. Mit 13 Eigenkompositionen zeigen die Fünf, was sie drauf haben. Weitere Lieder sind in Arbeit. 

„Irgendwo zwischen Alternative und Grooverock“, verorten die Monkeys sich selbst. Das breite Spektrum zeigt sich auf ihrer ersten CD. Zwischen rockigen Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und der charakteristischen Stimme von Sänger Marco gibt es eine Menge Groove auf die Ohren. 

Stefano, Sebi, Tobi, Marco und Pogy merkt man die Erfahrung, die sie bereits in verschiedenen Bands gesammelt haben, an. Sie beherrschen ihre Instrumente, jeder Ton sitzt, stillhalten ist fast unmöglich. Der Sound ist erwachsen, irgendwie ein bisschen Retro und dennoch nicht so hart, wie noch in einigen der Vorgängerbands. „Wir werden älter und ruhiger“, sagen Tobi und Pogy, die auch für den Rest der Band sprechen.

Das Durchschnittsalter der Musiker liegt um die 30. Dadurch heben sie sich von vielen anderen Emergenza-Teilnehmern ab, die oftmals sehr jung sind. Jeder der Monkeys hat schon Erfahrung mit dem Emergenza-Contest. Doch diesmal soll es auch fürs deutschlandweite Finale und vielleicht sogar noch weiter reichen. Das internationale Finale findet im August beim Taubertal Festival in Rothenburg statt. 

Doch wie kam es eigentlich zum Bandnamen? „Das war eine typische Toiletten-Idee“, gesteht Pogy. „Die besten Ideen entstehen einfach auf dem Klo“, ergänzt Tobi mit einem breiten Grinsen, das erahnen lässt, dass es bei den wöchentlichen Proben im Trifthof durchaus lustig zugeht. 

Warum sie sich als Affen bezeichnen, wissen sie selbst nicht so genau. „Wir sind halt nicht immer ganz ernst.“ Außer natürlich Sänger Marco. „Mr. Serious“ heißt nämlich so, da sein Nachname Ernst lautet. 

Am Samstag müssen die Monkeys sich nun gegen zwölf Bands aus ganz Bayern beweisen. Übrigens auch gegen Kollegen aus dem Landkreis: „DiePlomaten“ aus Schongau reisen, wie einige der anderen Bands, sogar mit einem Fanbus an.

Die Monkeys hoffen, dass ihre Fans und die, die es noch werden wollen, sich selbst um ihre Anreise kümmern. „Unser Publikum ist meist schon so alt, dass es Auto fahren kann“, sagen die Jungs. Aber auch mit dem Zug ist das Backstage in München problemlos zu erreichen. Dass viele Fans kommen, ist deshalb so wichtig, da die Stimmen aus dem Publikum mit darüber entscheiden, wer zum Finale nach Berlin darf. Zusätzlich bewertet eine professionelle Fachjury die Auftritte. 

Beim Wettbewerb bekommt jede Band 25 Minuten für ihren Auftritt. In dieser Zeit muss allerdings auch das komplette Equipment auf- und abgebaut werden. Daher haben die Monkeys sich auf nur vier Lieder einigen müssen. Schnell war klar, welche es werden sollen. „Es ist ein stimmiges Set“, sind sich die Bandmitglieder sicher. Derzeit proben sie auch das Verkürzen der Songs. Denn was bei Zeitknappheit auf der Bühne spontan klappen soll, bedarf akribischer Vorbereitung. Mit der klappt es dann hoffentlich auch mit dem Sprung auf die große Bühne.

Tickets zum Konzert

Wer sich das Emergenza-Finale im Backstage nicht entgehen lassen möchte, kann sich Karten auf www.serious-monkeys.com, im Sonnendeck in Weilheim oder im Musikhaus Kirstein in Schongau kaufen. „Mr. Serious & The Groove Monkeys“ sind am Samstag, 31. Mai, irgendwann ab 21.55 Uhr an der Reihe.

Von Ursula Gnadl

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