Aber Stromverbrauch in Landkreisgebäuden gestiegen

Energie eingespart

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In Realschule (Foto) und Gymnasium Weilheim zusammen verursachte der Stromverbrauch 2015 Mehrkosten von 4 189 Euro. Bei Wasser und Wärme konnte dagegen eingespart werden.

Landkreis – Der Energiebericht 2015 zeigt auf, was beim Umgang mit Ressourcen in den Liegenschaften des Landkreises richtig läuft und was noch verbessert werden kann.

Zum sechsten Mal in Folge wurde der Bericht vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) erstellt und vom Kreisausschuss einstimmig abgesegnet. Klärungsbedarf gab es nicht, wohl auch deshalb, da durch die Verringerung der Verbräuche 35 288 Euro eingespart werden konnten. Der Stromverbrauch stieg im Jahr 2015 allerdings um 23 169 Euro. Gründe für den höheren Stromverbrauch in den Liegenschaften des Landkreises (Schulen, Amtsgebäude, Sportzentrum Weilheim) gibt es verschiedene. Zum einen sorgte die veränderte technische Ausstattung in den Gebäuden, wie Whiteboards und mehrere Computer, für einen Anstieg. Zudem waren in den Berufsschulen in Schongau und Weilheim Asylbewerber untergebracht. Der gestiegene Verbrauch im Sportzentrum Weilheim (12 252 Euro) kam durch Probleme bei der Regelung des Kessels und des Blockheizkraftwerkes zustande.

In Bezug auf die Nutzung, den Gebäudestandard, die Anlagentechnik und das Technische Personal würden die Liegenschaften des Landkreises beim Umgang mit den Ressourcen relativ gut dastehen, berichtete Florian Steinbach vom Landratsamt auf Nachfrage. Verbesserungspotential gebe es aber auch. Im Rahmen des kommunalen Energiemanagements wurden nach Gebäudebegehungen bereits einige Maßnahmen umgesetzt, wie das Abstimmen der Steuerungszeiten bei den Heizungen. Somit wurden die Heizkurven bestmöglichst an die jeweilige Liegenschaft angepasst, wie es im Energiebericht heißt.

Des Weiteren schlägt eza! vor, in allen Liegenschaften jene Thermostatventile, die 20 Jahre und älter sind, auszutauschen oder mit voreinstellbaren Oberteilen nachzurüsten. Im Zuge dieser Maßnahme muss ein hydraulischer Abgleich erfolgen. Dadurch werden die Effizienz des Wärmeverteilernetzes und der elektronisch geregelten Heizpumpen verbessert. Die Anpassung der Heizparameter an die Gebäude und deren Nutzung wurden zuerst durchgeführt. Die Werkseinstellungen seien meist zu hoch, so Steinbach.

Zusätzlich wurde in dem Energiebericht empfohlen, in Anlagen mit mehreren Hocheffizienzpumpen einen Magnetitabschneider nachzurüsten. Dies betrifft mittlerweile fast alle Anlagen. Sinn dieser Maßnahme ist es, magnetisierbare Schmutzpartikel im Wasser der Heizung abzuschneiden. Dadurch werden die teuren Umwälzpumpen geschützt. Alternativ würden auch „einige kräftige Magnete“ an geeigneten Stellen im Hauptrücklauf der Anlage helfen, wie es im Bericht heißt.

Die Kosten für die Nachrüstungen können je nach Maßnahme und Gebäude stark unterschiedlich ausfallen, von 20 bis 20 000 Euro, berichtete Steinbach weiter. Ziel des Energiemanagements sei es, „mit geringen investiven Maßnahmen die Bestandsanlagen zu optimieren“. Das würde wiederum Geld für zukünftige Investitionen sparen.

Positives gibt es bei den CO2-Emissionen zu vermelden. 36 Prozent wurden hier insgesamt eingespart. Die Reduzierung hängt mit der 2013 erfolgten Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom zusammen. Ausnahme: Im Sportzentrum Weilheim stieg der Emissionswert um 15 Prozent an.

Kosten im Überblick

Änderungen im Verbrauch 

Wärme - 49 765 Euro

Strom + 23 169 Euro

Wasser - 8 692 Euro

Einsparungen 35 288 Euro

Von Sofia Wiethaler

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