Weilheimer Energiemesse: Aussteller ziehen unterschiedliches Resümee – Nur knapp 600 Besucher

Solar- und Speichertechnik im Fokus

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Landrätin Andrea Jochner-Weiß beim offiziellen Messerundgang am Stand der Zimmerei „Geiger“ aus Wildsteig.

Weilheim – Das Ausflugswetter am vergangenen Wochenende war wohl mit ein Grund, warum die sechste Auflage der Weilheimer Energiemesse im Vergleich zu früheren Jahren eine deutlich geringere Resonanz verzeichnete.

Statt der erwarteten 1 000 kamen lediglich knapp 600 Besucher in die Stadthalle, um sich über die neuesten Trends in Sachen Heiz-, Speicher-, Solar- und Holzbautechnik zu informieren.

Die Bilanz der Aussteller fiel laut Mitorganisator Wolfgang Haas unterschiedlich aus – und zwar abhängig vom Gewerk: Die Anbieter von Photovoltaik- und Speicheranlagen seien zum Beispiel „außerordentlich zufrieden“ gewesen, während sich das Feedback in anderen Sparten eher durchwachsen dargestellt hätte. Der Charakter als Fachmesse habe sich erneut bestätigt: „Die Firma ‚actensys‘ war vergangene Woche auf einer Messe in Augsburg. Doch die Mitarbeiter haben mir erzählt, dass sie dort bei Weitem nicht so konkrete Anfragen von den Besuchern bekommen haben wie in Weilheim“, so Haas im Gespräch mit dem Kreisboten.

Insgesamt präsentierten sich auf der Weilheimer Energiemesse 23 Aussteller. Damit waren die räumlichen Kapazitäten nicht ganz ausgeschöpft. „Es war schwierig, die Halle voll zu bekommen“, räumte Judith Dangel aus der Sicht des neben der Energiewende Oberland (EWO), der Energieberatung Ammer-Lech-Loisach und der Sparkasse Oberland mitveranstaltenden Landratsamts ein. Den Grund für die Zurückhaltung vermutet die Regionalmanagerin in der anhaltend guten Baukonjunktur: „Die Auftragsbücher vieler Firmen sind komplett voll“, so Dangel.

Die Entscheidung, ob es 2020 wieder eine Energiemesse in Weilheim geben wird, ist laut Haas noch nicht gefallen. Man müsse zunächst die Veranstaltung vom Wochenende aufarbeiten und analysieren. „Die Grundlage ist aber auf jeden Fall gegeben, dass wir das Ganze aufrecht erhalten“, so Haas. Allerdings müsse man „andere Kanäle“ finden, um für die Messe zu werben.

Haas meint damit vor allem das Internet: „Die Zeiten schreiten voran. Da müssen wir uns professioneller aufstellen.“

Von Bernhard Jepsen

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