ALB-Monitoring läuft weiter

Quarantänezone in Murnau voraussichtlich 2020 aufgehoben

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Die Abbildung macht vor allem die Ausbohrlöcher des ALB an einem stark befallenen Stammabschnitt sichtbar.

Murnau – Rund 25 interessierte BürgerInnen besuchten die ALB-Veranstaltung der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) im Kultur- und Tagungszentrum.

An dem Informationsabend zum Thema Asiatischer Laubholzbockkäfer (ALB) waren außerdem Vertreter des Marktes Murnau, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weilheim sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Garmisch-Patenkirchen vertreten. Die Experten der LfL klärten die Teilnehmer über den ALB allgemein sowie seine Bekämpfung auf Grundlage des EU-Durchführungsbeschlusses 215/893 vom 9. Juni 2015 und der in Murnau geltenden Allgemeinverfügung auf. Klaus Köhler, LfL-Gebietsbeauftragter für Murnau, beendete die Präsentation mit der Darstellung der aktuellen Situation des im Oktober 2016 entdeckten ALB-Befalls in der Murnauer Siedlungsfläche (wir berichteten).

Im Anschluss gab Dr. Stephan Gampe vom AELF Weilheim den Besuchern ein Update über den Stand des ALB-Monitorings in den Waldgebieten innerhalb der Murnauer ALB-Quarantänezone, teilt die LfL in einem Schreiben mit. Im zweiten Teil des Informationsabends blieb ausreichend Zeit für Fragen der Teilnehmer, die Frank Nüßer, der zuständige Arbeitsgruppenleiter der LfL, beantwortete. Interessiert hat die Gäste zum Beispiel, ob in den ausgehängten Lockstofffallen Käfer gefunden wurden, wie der Käfer in Murnau eingeschleppt wurde und wie lange die Murnauer Quarantänezone voraussichtlich bestehen bleiben wird. Das Ergebnis der bisherigen Maßnahmen der LfL ist positiv: Sollte es keine weiteren ALB-Käfer- oder Befallsmerkmalsfunde geben, kann die Quarantänezone Ende 2020 aufgehoben werden.

Um sicher zu gehen, dass sich kein Käfer mehr im Murnauer Befallsgebiet befindet, läuft das intensive Monitoring vom Boden sowie durch Baumkletterer weiter und die Pheromonfallen und Fangbäume bleiben vor Ort.Vor diesem Hintergrund, berichtet die LfL, war die Stimmung der Veranstaltung „durchwegs sachlich und positiv“. Die LfL bittet weiterhin darum, dass im Murnauer ALB-Befallsgebiet die amtlich festgelegten Entsorgungswege von Laubholz und deren Schnittgut sowie die Vorgaben für Anpflanzungen eingehalten werden. Informationen zu möglichen Nachpflanzungen sind auf der Homepage der LfL zu finden, die bei Beratungsbedarf auch für nähere Auskünfte zur Verfügung steht.

Sollten verdächtige Spuren an Bäumen oder fliegende Käfer gefunden werden, sollte dies umgehend über das ALB-Info-Telefon, 08161/71-5730, Telefonzeiten Montag bis Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag von 13 bis 16 Uhr, E-Mail: ALB@LfL.bayern.de, gemeldet werden.Weitere Informationen zum ALB in Bayern: www.lfl.bayern.de/alb, zum ALB in Murnau: https://www.lfl.bayern.de/ips/pflanzengesundheit/150586/index.php sowie zu möglichen Nachpflanzungen: https: //www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/gehoelze-fuer-nachpflanzungen-alb_lfl-information.pdf.

Von Kreisbote

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