Waffen und Drogen

Ermittlungsverfahren gegen Murnauerin und ihren Neffen

Marihuana in einer Tüte
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Nicht nur den 17-Jährigen, sondern auch seine Tante erwarten diverse Verfahren.

Murnau – So hatte er sich den Familienbesuch in Deutschland sicherlich nicht vorgestellt. Ein 17-jähriger Kroate wird die Heimreise mit einer Anzeige im Gepäck antreten müssen. Und seine in Murnau lebende Tante wird sich ebenfalls verantworten müssen.

Es fing mit einer routinemäßigen Kontrolle der Streife des Einsatzzuges des Operativen Ergänzungsdienstes Weilheim am vergangenen Mittwochvormittag in der Murnauer Reschstraße an. Bei einem 17-jährigen Schüler aus Kroatien, der derzeit bei seiner Tante zu Besuch ist, fanden die Beamten ein Butterflymesser – nach dem Waffengesetz eine Straftat. Das Messer führte der junge Mann zudem zugriffsbereit in seiner Bauchtasche, wie die Polizei mitteilt. Ebenfalls in der Bauchtasche waren kleinere Mengen an Marihuana und Haschisch.

Die Beamten informierten sogleich die Staatsanwaltschaft. Deren Urteil: Verdacht von Straftaten gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Weil der 17-Jährige nicht in Deutschland lebt, musste er eine Sicherheitsleistung im niedrigen dreistelligen Euro-Bereich zahlen. Doch damit war es noch nicht vorbei.

Die Polizeibeamten wollten den jungen Mann in die Obhut seiner Tante geben, die ihn bei der örtlichen Polizeidienststelle abholen sollte. Die 44-Jährige stellte sich mit ihrem Pkw allerdings ausgerechnet auf den Behindertenparkplatz der Polizeiinspektion – obwohl sie keinerlei Behinderung hat. So zog sie freilich die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich. Und denen fiel im Gespräch mit der Dame etwas auf: drogentypische Ausfallerscheinungen. Die 44-Jährige räumte sogleich ein, „am Tag davor“ einen Joint geraucht zu haben. Der vor Ort durchgeführte Drogenvortest verlief dann tatsächlich positiv auf THC. Eine Blutentnahme folgte.

Nach ihrem Neffen bekam nun auch die Murnauerin eine Anzeige, wegen des Verdachts des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Mindestens 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg kommen laut Polizei auf die Frau zu.

Doch das war es noch nicht. In der Wohnung der Dame wurden später noch Haschisch und Marihuana im einstelligen Gramm-Bereich, gedrehte Joints, Haschischpfeifen und Marihuanamühlen gefunden, die auf ein gewisses Konsumverhalten der Tante und eventuell ihres Neffen hindeuten. Die Tante erwartet zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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Von Kreisbote

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