Markus Schmorell verabschiedet – Nachfolger will möglichst viele Betriebe erhalten

"Starker Kapitän" geht von Bord

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Stabwechsel beim AELF: Amtschef Hubert Bittlmayer (li.) verabschiedet Markus Schmorell und führt Dr. Stefan Gabler (re.) ins Amt ein.

Weilheim – Gut zehn Jahre lang führte Markus Schmorell das Weilheimer Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Kürzlich ist der 65-Jährige in den Ruhestand verabschiedet worden. Wichtigste Ziele seines Nachfolgers Dr. Stefan Gabler sind der Erhalt möglichst vieler Betriebe, der Dialog mit der Gesellschaft und die optimale Qualifikation des bäuerlichen Nachwuchses.

Es war ein großer „Auftrieb“ im Stadttheater. Zahlreiche Vertreter von Behörden und Verbänden waren gekommen, um den bisherigen Amtsleiter zu verabschieden und den Neuen willkommen zu heißen. Hubert Bittlmayer, Amtschef im bayerischen Landwirtschaftsministerium, würdigte Schmorell als „starken Kapitän“ mit einer „großen Leistung“, der nun von Bord gehe. Er habe die Geschicke der Behörde „mit hohem Einsatz und Erfolg“ geführt. Schmorell habe ein „besonderes Gespür“, sich in andere Menschen und deren Belange einzufühlen. „Sie haben nie den Blick fürs Wesentliche und nie den Blick für ihre Mitarbeiter verloren“, betonte Bittlmayer.

Auch Wolfgang Scholz, Kreisobmann des Bauernverbands, zollte dem nunmehrigen Ruheständler Respekt. Schmorell sei „kein Mann der lauten Worte“. Gleichwohl habe er die Dinge „mit Inbrunst und Herzblut“ verfolgt. „Sie haben Akzente gesetzt.“ In gleichem Sinne äußerte sich Robert Herz, der das Forstrevier Murnau Ost leitet. Schmorell habe den Standort Weilheim gesichert und stark ausgebaut, wobei Herz die Ansiedlung der Ökoschule und des Bildungszentrums Berge in Eschenlohe nannte. „Sie haben einiges bewegt und vorangetrieben.“ Auch der Zustand der Waldverjüngung habe sich in Schmorells Amtszeit verbessert.

Der Leitende Forstdirektor selbst sprach von einem „herrlichen Berufsfeld“ und einer „Verwaltung, der ich sehr gern gedient habe“. Und er durfte spannende Dinge erleben. Einen fauchenden Luchs im Bayerischen Wald etwa oder auch eine verschneite Alm im August. Als er im Sommer 2006 Nachfolger von Dr. Hans-Peter Senger wurde, sei dies der „einschneidendste Wechsel in meinem Berufsleben“ gewesen. Seinen Mitarbeitern bescheinigte Schmo- rell, der in Hohenfurch lebt, Fachkenntnis und Loyalität. Besonders beeindruckt hat ihn der Stellenwert, „den der Bildungsauftrag im Selbstverständnis dieser Verwaltung hat“. Geschenke bekam er auch. Dazu zählt eine Eigenjagd in Ohlstadt.

Gabler, Jahrgang 1966, skizzierte seine Marschroute folgendermaßen: „Chancen für alle statt ,Wachsen oder weichen‘. Das ist das Motto, mit dem ich hier antrete.“ Sein Herz schlage für die bäuerliche Landwirtschaft, die Öko-Landwirtschaft und die Bergbauern. Der Leitende Landwirtschaftsdirektor versprach, den Bereich Forst nicht zu vernachlässigen.

von Roland Lory

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