Nach 23-monatiger Renovierung erstrahlt die Heilig-Geist-Spitalkirche wieder im neuen Glanz

Ein Tag, der Hoffnung ausstrahlt

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Dekan Axel Piper und Stadtpfarrer Engelbert Birkle (2. v. li.) baten um den Segen für die Spitalkirche und die Gläubigen.

Weilheim – Am vergangenem Samstag wurde die sanierte und restaurierte Spitalkirche mit einem ökumenischen Abendlob wiedereröffnet.

Das Wort „Abendlob“ wurde an diesem Abend seiner Bedeutung in jeder Beziehung gerecht. Denn Dank, Lob, Zuversicht, Hoffnung und Freude hatten sowohl in den Predigten von Stadtpfarrer Eberhard Birkle, Dekan Axel Piper als auch in der Rede von Bürgermeister Markus Loth ein besonderes Gewicht. Erwartung und Freude spiegelte sich ebenfalls unübersehbar in den Gesichtern der zahlreichen Gläubigen beider Kirchengemeinden. Mit dabei war auch eine Delegation des Bistums Augsburg in Person von Generaloberin Schwester Michaela und Schwester Luithilde.

Das erste Wort hatte Kustos Dr. Joachim Heberlein – er begleitete die Restaurierungsarbeiten und hat eine besonders enge Beziehung zur Spitalkirche. Er berichtete in seiner Ansprache vom Aufstieg, Niedergang und erneuten Aufstieg der Dreifaltigkeitskirche bis hin zu ihrer festlichen Wiederöffnung. Es sei ein enormer finanzieller Aufwand gewesen, an dem sich viele Bürger Weilheims mit Spenden beteiligt hätten. Es habe sogar Spenden aus Australien gegeben, berichtete er. Heberlein sprach in diesem Zusammenhang seinen tief empfundenen Dank an den Stadtrat aus, der in Zeiten knapper Kassen erhebliche Mittel für die Restaurierung bereitgestellt hatte. Die seiner Rede folgende Zeremonie des Kerzenanzündens und Einschaltens der Beleuchtung ließ nach und nach die volle Schönheit des Innenraums erkennen.

Schlussredner und Hausherr Bürgermeister Markus Loth freute sich über die mit viel Liebe und Sachverstand restaurierte Kirche. „Es gibt Tage, die Zuversicht und Hoffnung ausstrahlen. So einen Tag begehen wir heute, liebe Weilheimer. Die Spitalkirche stellt ein besonders gelungenes kulturelles Denkmal unserer Stadt dar und fügt sich wunderbar in das Ensemble denkmalgeschützter Bauten der Innenstadt ein.“ Loth lobte in seiner Ansprache Planer, Restauratoren-Team sowie alle am Bau Beteiligten, insbesondere die gesamte Familie Heberlein, die mehr oder weniger ständig mit viel Liebe dabei gewesen sei. Dass die veranschlagten Gesamtkosten von rund 1,6 Mio. Euro eingehalten werden konnten, wertete der Bauherr als besonders erfreulich.

Der Entschädigungsfonds für Denkmalpflege des Landes Bayern übernahm mit 500 000 Euro den Löwenanteil der Kosten. Die bayerische Landesstiftung beteiligte sich mit 160 000 Euro, die deutsche Stiftung für Denkmalschutz mit 80 000 Euro, der Bezirk Oberbayern stellte 50 000 Euro, der Landkreis 5 000 Euro zur Verfügung. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst vom Weilheimer Chorkreis und dem Posaunenchor der evangelischen Kirche.

Von Georg Müller

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