Alle 16 Studierenden bestehen Abschlussprüfung an Öko-Schule

Erste Absolventen fertig

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Alle haben bestanden: Der erste Jahrgang der Weilheimer Ökolandbau-Schule mit Leiterin Birgit Graßl (li.).

Weilheim – Sie sind so etwas wie Pioniere: In Weilheim wurden jetzt die ersten 16 Ökolandbau-Schulabsolventen verabschiedet. Sie haben eine dreisemestrige Ausbildung hinter sich, die sie darauf vorbereitete, einen ökologisch wirtschaftenden Betrieb zu leiten. Die beste Note schaffte die einzige Frau des Jahrgangs: Theresa Singer (22) aus Hofheim.

Die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Ökologischer Landbau, war erst im Jahr 2013 ins Leben gerufen worden. Hintergrund war eine Initiative des bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner (CSU) namens „BioRegio Bayern 2020“. Im Winter besuchten die Studierenden von Montag bis Freitag die Schule, im Sommer standen Arbeit auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie praxisorientierte Schultage auf dem Programm.

Am besten schnitten neben Singer, die die Note 1,22 erreichte, Anton Wimmer (Reichertsheim; 1,81) sowie Johannes Fuchs (Großweil) und Hubert Krimbacher (Ettenbeuren, beide 2,0) ab.

Zehn der 16 Absolventen legten gleichzeitig noch die Landwirtschafts-Meisterprüfung ab. Auch hier hatte Singer die Nase vorn, gefolgt von Andreas Zach, Seehausen, und Josef Taffertshofer aus Wildsteig. Die 22-Jährige, Tochter von Bezirksbäuerin Christine Singer, stammt von einem konventionell wirtschaftenden Betrieb mit gut 40 Milchkühen.

Dass man in Weilheim einmal ökologischen Landbau lernen kann, war nach den Worten von Biobauer und Biomarkt-Betreiber Michael Sendl früher „jenseits dessen, was man sich vorstellen konnte“. Sein Betrieb war vor 35 Jahren mit der erste, der auf Öko umstellte. „Wir waren damals die totalen Außenseiter“, berichtete er. Biobauern seien das heute nicht mehr. Ein bisschen aber doch noch, relativierte Sendl in seinem Grußwort. Schließlich liege der Anteil der biologischen Landwirtschaft in Bayern heute bei rund sechs Prozent.

Für ein gutes Miteinander der konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betriebe warb Wolfgang Scholz, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands. „Der Biobauer verdient den Respekt und die Wertschätzung des Kollegen.“

Der Schulleiterin Birgit Graßl fiel ein „Riesenstein vom Herzen, dass alles so gut gelaufen ist und dass alle bestanden haben“.

Von Roland Lory

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